Die Tore der Zukunft
Fifa will Torlinientechnik einführen

Statt Schiedsrichtern soll in Zukunft Technologie in den Fifa-Stadien über Tore entscheiden. Zwei Anbieter sind im Rennen um den Großauftrag. Auch die Ligen in Italien und Amerika verhandeln über die Einführung.
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KölnDeutschland gegen England - das ist mehr als ein Fußballspiel. Es ist ein Klassiker, bei dem die Schiedsrichter oft entscheidend mitpfiffen. Gleich bei zwei Weltmeisterschaften sprang der Ball von der Latte in die Nähe der Torlinie. Und beide Male irrten die Unparteiischen bei der Frage, ob die Kugel vor oder hinter der weißen Kreide aufgesprungen war. 1966 verhalf das eigentlich irreguläre Wembley-Tor England zum WM-Titel. 2010 gewann Deutschland im Achtelfinale auch deshalb, weil ein klarer Treffer der Engländer nicht gegeben wurde.

Die bevorstehende Europameisterschaft könnte für die Schiedsrichter die letzte Gelegenheit sein, diese unfreiwillige Tradition fortzuführen. Der Weltfußballverband Fifa plant, Anfang Juli die Einführung der elektronischen Torerkennung für seine Turniere zu beschließen. Es wäre ein klares Signal für den europäischen Verband Uefa als EM-Veranstalter.

Die Torlinientechnik könnte dem Anbieter, der sich bei der Fifa durchsetzt, „Hunderte Millionen Pfund" bringen, sagt David Parden, Gründer der englischen Firma Goalminder. Denn nach und nach werden viele der weltweit knapp 200 nationalen Profiligen die neue Technik einführen.

Parden hat ein System mit 24 Kameras in Pfosten und Latte entwickelt. Das soll klären, ob ein Ball die Linie überquert hat oder nicht. Auf 100 000 Pfund beziffert Parden die Installationskosten pro Stadion. Goalminder konnte die Fifa aber nicht überzeugen. Sie lehnte die Zertifizierung für ihre Turniere ab und testet nun in einer zweiten Runde nur noch zwei von ursprünglich acht Systemen.

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Hawk-Eye versus Goal-Ref

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