Dietmar Hopp
Hoffenheim-Mäzen bekommt Stimmenmehrheit

Dietmar Hopp wird 2015 wohl die Mehrheit der Stimmrechte an der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH übernehmen. Nur noch das DFB-Präsidium muss zustimmen.
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ZuzenhausenDietmar Hopp, Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim, darf mit Wirkung zum 1. Juli 2015 die Mehrheit der Stimmrechte an der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH übernehmen. Dies bestätigte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag.

Zur Wirksamkeit der von der DFL erlassenen Genehmigung bedarf es jedoch noch einer Bestätigung durch das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Die sogenannte „50+1“-Regel sieht eigentlich eine Stimmenmehrheit beim Mutterverein vor. Maßgeblich für die Bewertung des Hoffenheimer Antrags war das jahrelange finanzielle Engagement des SAP-Gründers Hopp sowohl für den Profi- als auch den Amateurfußball der Kraichgauer. Denn Ausnahmen erlässt die DFL auf Antrag nur in Fällen, „in denen ein Rechtsträger seit mehr als 20 Jahren den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat“.

1899 Hoffenheim begrüßte die Entscheidung der DFL. „Dietmar Hopp erfüllt beispielhaft die Kriterien, die in den Satzungen und Ordnungen von Ligaverband und DFL für die Erteilung einer Ausnahmeregelung zur 50+1-Regel aufgestellt sind“, sagte Präsident Peter Hofmann und fügte an: „Er hat mit diesem Engagement Maßstäbe gesetzt und Einzigartiges geschaffen.“

„Der Gradmesser muss doch heißen: Was würde sich in Hoffenheim ändern, wenn Dietmar Hopp mehr als 50 Prozent der Anteile hielte? Die Antwort ist: nichts. Absolut nichts. Ich sehe Dietmar Hopp auch nicht als Mäzen. Er ist aktives Mitglied, Förderer und Leitfigur des Vereins, einer ganzen Region und das in einer Person“, hatte TSG-Geschäftsführer Peter Rettig bereits zu Beginn des Jahres in einem Interview mit Handelsblatt Online betont.

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