Disziplinarstrafe
Löw für Viertelfinale gegen Portugal gesperrt

Im Viertelfinalspiel am Donnerstag gegen Portugal muss die deutsche Mannschaft ohne Joachim Löw auskommen. Der Bundestrainer ist von der Kontroll- und Disziplinar-Kommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für ein Spiel gesperrt worden. Daneben plagen das DFB-Team aber noch ganz andere Sorgen.

ASCONA/BASEL. Die schlechte Nachricht erreichte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kurz nach dem Mittagessen. Bundestrainer Joachim Löw muss das EM-Viertelfinale am Donnerstag (20.45 Uhr/live in der ARD) gegen Portugal in Basel von der Tribüne aus verfolgen. Die Kontroll- und Disziplinarkommission des Europäischen Fußball-Verbandes (UEFA) hielt an der Sperre für ein Spiel fest und sorgte damit vor dem K.o.-Spiel für einen zusätzlichen Schock und reichlich Ärger im Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Neben Löw, der ein Innenraumverbot erhielt und an der Außenlinie von seinem Assistenten Hansi Flick vertreten wird, muss die DFB-Auswahl möglicherweise auch auf Mittelfeldspieler Torsten Frings (Rippenbruch) und auf Torjäger Lukas Podolski (Wadenverletzung) verzichten. Ein möglicher Einsatz der beiden soll sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden. Auch deshalb sieht sich das „große Deutschland“ gegen die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo nur als „kleiner Außenseiter“.

Zunächst aber war das Urteil im Fall Löw am Tag vor dem Duell mit Portugal der große Aufreger bei der Nationalelf. „Das ist eine traurige Entscheidung, schlecht für den Fußball und für mich unverständlich. Er hat sich immer fair verhalten“, kritisierte Teammanager Oliver Bierhoff.

Löw muss nun im St. Jakob-Park von Basel auf der Tribüne Platz nehmen, Flick wird das Team coachen. Kontakt zur Trainerbank darf er nicht aufnehmen, darüber werden auch UEFA-Offizielle genau wachen. Der 48-Jährige war gegen Österreich in der 41. Minute auf die Tribüne verbannt worden. Dies zog eine automatische Sperre für ein Spiel nach sich, die die UEFA nach einer Sitzung am Mittwoch in Zürich bestätigte. Eine Berufung war nicht möglich.

Bierhoff hofft jedoch, dass die Abwesenheit von Löw keine allzu großen Auswirkungen auf das Spiel hat. „Am wichtigsten ist ohnehin die Vorbereitung auf das Spiel und die wird mit Joachim Löw wie immer ablaufen. Außerdem haben wir genug erfahrene Spieler auf dem Platz. Da ist der Einfluss des Trainers sowieso nicht ganz so groß.“

Dennoch war es schwierig, die Konzentration aufgrund der Ereignisse auf das Sportliche zu lenken. Erstmals bei diesem Turnier sieht sich der dreimalige Welt- und Europameister trotz der zuvor hoch gesteckten Ziele und trotz des 3:1 gegen Portugal bei der WM 2006 im Spiel um Platz drei als „kleiner Außenseiter“, wie Philipp Lahm und Christoph Metzelder verdeutlichten.

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