Dortmund gegen Madrid: Die Galaktischen in der Wunderfabrik

Dortmund gegen Madrid
Die Galaktischen in der Wunderfabrik

Finanziell herrscht zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid ein Klassenunterschied. Real kauft Stars, der BVB macht Stars. Und die zeigten den Galaktischen beim 4:1 Hinspiel-Sieg deutlich ihre Grenzen auf.
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DüsseldorfWechseltheater um Supertalent Götze und ein Gegner im Topform – im zweiten Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid sprach nicht viel für Borussia Dortmund. Doch die Schwarz-Gelben ließen sich ihren Grundoptimismus nicht nehmen - und taten recht daran. Im Halbfinal-Hinspiel der Champions-League zeigte der BVB Gegner Real Madrid die sportlichen Grenzen auf.

„Wir können jetzt sowieso nur noch viel gewinnen und nichts mehr verlieren“, hatte BVB-Boss Joachim Watzke im Vorfeld gesagt. Es war wohl der Glaube daran, dass ein Wunder jederzeit möglich ist. Ein Glaube, den sich das Team nicht nur durch das spektakuläre Weiterkommen im Viertelfinale gegen Malaga erarbeitet hat.

Trotz aller gemeinsamen sportlichen Erfolge liegen finanziell noch Welten zwischen den Halbfinalgegnern. Auch wenn beide Vereine vor einigen Jahren noch vor einem riesigen Schuldenberg standen. Die Art und Weise wie sie ihren Schuldenberg abgebaut haben unterscheidet sich deutlich. Während sich Real Madrid mit Risikobereitschaft und politischer Hilfe aus den Schulden befreite, hat sich Borussia Dortmund mit ein wenig Glück und geschickten Investitionen wirtschaftlich zurückgekämpft.

Unter der Führung von Trainer Jürgen Klopp hat sich der Verein zur größten Talentschmiede des Landes entwickelt. Der Altersdurchschnitt des Kaders liegt bei 24,7 Jahren, zum Kader gehören sechs deutsche Nationalspieler. Die Verantwortlichen werden nicht müde zu betonen: Dortmund kauft keine Stars, Dortmund macht Stars. „Das ist unsere Philosophie“, sagte BVB-Finanzchef Thomas Treß im Interview mit Handelsblatt Online. Ein Konzept, das in schlechteren Zeiten geboren wurde und bis heute verfolgt wird.

Ganz anders sieht es beim beim heutigen Halbfinalgegner Madrid aus. Die Einkaufsstrategie der Madrilenen kennt seit Jahren nur eine Losung: Bei Real spielen nur die Besten der Besten. Mit Cristiano Ronaldo und Kaka stehen zwei Weltfußballer im Kader. Alleine das Merchandising mit CR7 soll dem Klub 60 Millionen Euro in die Kasse gespült haben. Das Team ist erfahren, kommt auf einen Altersschnitt von 27,2 Jahren. Der Marktwert der Spieler ist mit rund 600 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie der des Halbfinalgegners Dortmund.

Die unterschiedlichen finanziellen Vorzeichen machen das Spiel zwischen Madrid und Dortmund ist auch zu einem Duell der Klubbosse. Hier Dortmund Geschäftsführer Joachim „Aki“ Watzke, der zurückhaltende Unternehmer aus dem Sauerland, dort Madrids Präsident Florentino Pérez Rodríguez, der spanische Baugigant, der mit seiner Firma, der Hochtief-Mutter ACS, gerne am großen Rad dreht.

Nach den Jahren der Franco-Diktatur, in der der Club stets als Aushängeschild der faschistischen Herrscher hofiert wurde, war es Perez, der in Madrid mit seinen exzellenten Kontakten zur spanischen Politik das Maximum für den Club rausholte. Als größter Bauunternehmer des Landes mehrte er Madrids Vermögen mit zweifelhaften Grundstückdeals. Legendär ist bis heute der Verkauf des Vereinsgeländes an die spanischen Firmen OHL, Repsol, Mutua Madrileña und Sacyr Vallehermoso im Jahr 2001. Rund 480 Millionen Euro kassierte der Club für die Grundstücke, die kurz vorher zu Bauland erklärt worden waren.

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  • Hätten die großen Bayern der 70er so gehandelt wie Götze jetzt wäre der Verein nicht so groß geworden. Seit "Koan Neuer" wissen wir auch das selbst die Bayernzuschauer nicht jeden Heuchler wollen. Aber mit Hoeneß hat man ja nun selbst den größten Heuchler und braucht auf seinen Ruf nicht mehr zu achten.
    Wenn Müller heute das Wappen küsst und morgen Bayern verlässt dann klatschen Sie hoffenlich Beifall. Dienstag und Mittwoch waren große Fussballabende wer das nicht auf Dauer haben will hat meine Verachtung verdient.

  • Auf den zweiten Teil Ihres Kommentars geh ich jetzt schon mal gar nicht ein. Das Sie sich damit disqualifizieren wissen Sie wohl selbst.

    Aber wenn Sie ein wenig Ahnung von Fussball haetten bzw. mal ihre schwarz-gelbe Brille ablegen koennten, wuerden sie bemerken das mit Schweinsteiger, Mueller, Lahm, Alaba, Badstuber usw. jede Menge eigene Talente eine tragende Saeule beim FC Bayern spielen.
    Spieler wie Kroos, Ribery, Martinez, Robben, Mandzukic etc. werden bei Bayern von guten Spielern zu internationale Klasse.
    Nicht umsonst moechten ein Herr Goetze (btw gebuertiger Bayer) und wohl auch ein Herr Lewandowski an die Isar.
    Oder streue ich damit jetzt Salz in die offene Wunde?
    Uebrigens gibts in Bayern super Fleisch, Wurst, Bier.....

  • 4 : 1 ! Das war doch allererste Sahne. Die Spanier sind jetzt noch ganz schwindelig. In Dortmund beherrscht man etwas, was in München schon sehr lange verloren gegangen ist ! Dort werden Dank Jürgen Klopp und Joachim Watzke aus jungen Talenten Stars geformt ! In Bayern können die nur mit nem Scheck wedeln und dann die Liga leerkaufen.

    Man sollte vielleicht auch mal die Wurstfabrik von Ulli Hoeneß ein bischen genauer unter die Lupe nehmen. Nur rein vorsorglich, um zu verhindern, das die Steack´s irgendwann anfangen zu wiehern.

    Ach ja, Wurstfabrik ! Sind da eigentlich Liliputaner beschäftigt ? Ich meine nur, halbe Größe = halber Lohn. Und dann stimmt es auch auf dem Schwarzgeldkonto !

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