Fußball
Dortmund und Hamburg im UI-Cup in der Pflicht

Bundesligist Borussia Dortmund will heute im Drittrunden-Hinspiel des UI-Cups gegen Sigma Olmütz (16.30 Uhr) den Grundstein für den Zugang zu den Geldtöpfen des Uefa-Pokals legen. Darauf hofft auch der Hamburger SV.

Der Druck, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren, ist für Bundesligist Borussia Dortmund immens. Nach elf zum Teil hochkarätigen Abgängen stehen bei Verbindlichkeiten in Höhe von 90 Mill. Euro auch noch vier Verträge von Schlüsselspielern vor dem Auslaufen: Für den BVB steht im Drittrunden-Hinspiel des UI-Cups heute gegen den tschechischen Vertreter Sigma Olmütz (16.30 Uhr/live im DSF) einiges auf dem Spiel. Während die nachträgliche Qualifikation für den Uefa-Pokal beim Hamburger SV (19 Uhr bei Uniao Leiria) zwar ganz oben auf dem Wunschzettel steht, ist sie für den BVB fast schon eine Pflicht.

Vier Stammkräfte ablösefrei

"Um den Verein weiter zu stabilisieren und das finanzielle Potenzial für wichtige Vertragsverlängerungen zu schaffen, müssen wir in den Uefa-Pokal kommen", sagt Innenverteidiger Christoph Metzelder. In Stürmer Jan Koller, den derzeit verletzten Mittelfeldspielern Sebastian Kehl und Lars Ricken sowie Abwehrchef Christian Wörns könnten vier Säulen des BVB-Spiels den Klub nach der Saison ablösefrei verlassen. Dabei ist der Substanzverlust schon im Vorfeld der kommenden Spielzeit groß. Zuletzt verabschiedete sich Torjäger Ewerthon zu Real Saragossa nach Spanien und Niclas Jensen zum FC Fulham nach England.

Neben den TV-, Werbe- und Zuschauereinnahmen wäre der Einzug in den Uefa-Pokal für die Dortmunder auch dank ihres Hauptsponsors lukrativ. Zusätzliche 700 000 Euro würde das Energieunternehmen in die klammen Vereinskassen spülen. Da darf sich Olmütz nicht als Stolperstein erweisen. "Sigma verfügt über keine überragenden Einzelkönner", urteilt BVB-Spielmacher Tomas Rosicky über seine Landsleute: "Wenn man wie wir den Anspruch hat, international zu spielen, muss man diese Mannschaft schlagen."

Hamburger haben Fitnesstraining in den Beinen

Sollte das Weiterkommen gelingen, könnte im UI-Cup-Halbfinale das Bundesliga-Duell gegen den HSV anstehen. Die Hanseaten, die anders als die Dortmunder bereits in der zweiten Runde antreten mussten und sich dort souverän gegen Pobeda Prilep aus Mazedonien durchsetzten, gehen derweil mit schweren Beinen in die Partie bei Uniao Leiria aus Portugal.

Im Trainingslager im österreichischen Going, in das es nach der Stippvisite in Leiria wieder zurückgeht, arbeitete Trainer Thomas Doll in den vergangenen Tagen intensiv an der Fitness seiner Profis. "Wir wollen in Leiria gewinnen. Dabei muss jeder seinen inneren Schweinehund überwinden und an die Schmerzgrenze gehen. Schließlich geht es auch um die Stammplätze", meint der Coach. Während neben den verletzten Mittelfeldspielern Raphael Wicky und Collin Benjamin auch Mannschaftskapitän Daniel van Buyten wegen Problemen am Knie auszufallen droht, will Doll dem unter der Woche vom englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur verpflichteten Außenverteidiger Timothee Atouba seine ersten Minuten im HSV-Dress bescheren.

© SID

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