Dramatische Schlussphase: BVB greift nach Sieg im Top-Duell nach der Schale

Dramatische Schlussphase
BVB greift nach Sieg im Top-Duell nach der Schale

Grenzenloser Jubel in Schwarz-Gelb: Borussia Dortmund hat am fünftletzen Spieltag das vermeintliche Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den FC Bayern München für sich entschieden. Was lange nur ein Spektakel für Feinschmecker war, endete mit einem dramatischen Schlussakt, in dem Bayern-Star Arjen Robben zur tragischen Figur wurde.
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DortmundBorussia Dortmund hat das Rennen um die Meisterschaft praktisch für sich entschieden. Dank des 1:0 (0:0)-Sieges durch das Hackentor von Robert Lewandowski gewann der BVB in der mit über 80.000 Fans besetzten, natürlich ausverkauften heimischen Signal-Iduna-Arena das Spiel gegen den FC Bayern München und hat nun sechs Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister.

Robert Lewandowski mit seinem Hacken-Tor in der 77. Minute eine Schlussphase eingeleitet, die den Zuschauer für die bis dahin häufig zähe und taktisch geprägte Partie rundum entschädigen sollte. Zentraler Akteur war Bayern-Star Robben, der zunächst bei entscheidenden Treffer das Abseits aufhob, dann einen Elfmeter gegen Roman Weidenfeller herausholte, mit diesem jedoch selbst an dem BVB-Keeper scheiterte - und zu allem Überfluss wenig später auch noch die zweite hundertprozentige Ausgleichschance vertat, als er den Ball aus fünf Metern über die Latte schoss.

Es war ein verdienter, aber auch durchaus glücklicher Sieg gegen über weite Strecken müde wirkende Münchener, denen die Strapazen der vergangenen Wochen deutlich anzumerken waren. Dennoch fiel das Tor ausgerechnet in der Phase, wo es eher nach einem Sieg für die Bayern aussah. Unterm Strich hielt das Spiel bei weitem nicht, was sich viele Fans davon versprochen hatten.

„Du musst dich für den Aufwand belohnen und die Jungs haben das getan. Ich bin sehr glücklich. Das war das beste Spiel, das wir bisher gegen sie gemacht haben“, sagte ein glückseliger BVB-Trainer Jürgen Klopp. Bayerns Coach Jupp Heynckes erkannte die Niederlage an. „Die Chancen liegen bei Borussia Dortmund, das ist ganz klar. Es ist sehr schade. Wir müssen aber alles versuchen, um noch ran zu kommen.“

Im Vorfeld war es ein Fußballspiel, wie es die Fußball-Bundesliga seit vielen Jahren nicht erlebt hat. Das Interesse war gigantisch: Knapp eine halbe Millionen Karten hätte Borussia Dortmund für das Duell gegen die Münchener Bayern verkaufen können. In über 200 Ländern war das Spiel zu sehen. Und in Deutschlands Kneipen musste man früh dran sein, um einen guten Platz zu bekommen.

Zum ersten Mal seit langem grassierte das Fußball-Fieber in Deutschland nicht wegen der Nationalmannschaft, sondern weil sich zwei Clubs auf höchstem Niveau duellieren. So etwas kannte man das bisher nur aus Italien und Spanien.

Und anders als dort kam das Spektakel in Dortmund vor dem Anpfiff ohne giftige Atmosphäre aus. Die Akteure kennen und schätzen sich. Vor der Partie gab es von beiden Seiten reichlich Lob für den Gegner – anders als zum Beispiel bei Madrid und Barcelona. Hier werden oft mit bösen Worten Wagenburgen aufgebaut und Hektik hereingetragen.

Auch die Fangruppen sind sich trotz der „naturgegebenen Rivalität“ nicht spinnefeind. Im Biergarten der „Roten Erde“ direkt neben dem Stadion trafen sich bei herrlichem Frühlingswetter Fans aus beiden Lagern zum gemütlichen Vorab-Bier. Statt hitziger Wortgefechte gab es hier – ähnlich wie auch direkt vor den Eingangstoren – eher Fachgespräche mit einem klaren Tenor: Ein Sieg des BvB wäre angesichts des Sechs-Punkte-Vorsprungs und des Restprogramms praktisch die Vorentscheidung.

Beide Fanlager warteten vor dem Anpfiff gespannt auf die Mannschaftsaufstellungen. Beim BvB war die eine wesentliche Frage, ob Mario Götze im Kader steht. Der Jungnationalspieler war lange verletzt. Und auch beim Spitzenspiel konnte er nicht mitwirken. Die zweite offene Personalie war, wer im defensiven Mittelfeld von Beginn an ran durfte. BvB-Coach Jürgen Klopp entschied sich für den Routinier Sebastian Kehl und Ilkay Gündogan. Sven Bender, einer der überragenden Akteure beim 1:0-Sieg in München, blieb auf der Bank.

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  • solche unqualifizierten kommentare immer...
    nicht mal Herne-West würde einen sicheren CL-Platz aufs spiel setzen, nur um den BVB zu schlagen. wobei man bei denen nie weiss...
    und so stark ist der bvb nicht! völlig richtig! warum sie wohl seit 24 spielen ungeschlagen und seit dem 20. spieltag auf dem ersten platz sind...

    :) Jetzt ist halt mal der BVB dran. Geniessen Sie es!

  • ich hoffe, dass die schalker sich beim spiel gegen nürnberg nur geschont haben für das derby. schließlich gibts doch kohle vom fcb, wenn neuer doch noch meister wird;-) und der bdv ist sicher nicht so stark, wie viele immer hier schreiben. die brechen meist in der 2. halbzeit ein und werden unkonzentrierter. dies hat man jetzt in den letzten 3 spielen gesehen. wolfsburg und bayern hatten halt nur pech, dass sie das nicht richtig auszunutzen wussten.

  • Hallo erstmal!

    Lüdenscheid hat gut gespielt ... keine Frage, aber trotzdem Dusel gehabt! Das ist kein Ausrede das ist FAKT, bei einem verschossenen Elfmeter und einer Großchance in der 90 Minute! Das ist nunmal Dusel und Glück!
    Die angesprochene Großchance von Lewandowski in Halbzeit 2 war die letzte des Spiels! Was sagt das einem Fußballinteressierten??? ... Genau es stand 1:0 für Dortmund und Bayern schmeißt natürlich alles nach vorne und so entstehen Räume für Dortmund aus denen dann auch Großchancen entstehen können!!!
    Ich will damit sagen, hätte es den Ausgleich durch Robben gegeben, wäre diese Großchance nie entstanden!!!

    Von Doppelbelastung will ich nicht sprechen, da alle Vereine englische Woche hatten! Aber was ich mir wünsche, ist das die Understatement Dortmunder mal Ihre Leistungen in der Liga nächste Saison in die Champions League übertragen! Denn es zeigen allein schon die Spiele gegen Marseille (0:3 in Marseille und 2:3 in Dortmund) das es anscheind nur an der Einstellung bei Dortmund liegt! Wenn Bayern die Franzosen locker jeweils mit 2:0 nach Hause geschickt hat und Dortmund sehr dürftige Leistungen abgeliefert hat!
    Vielleicht einfach nächstes Jahr vor jedem Champions League Spiel denken es wäre Bundesliga und ihr spielt gegen Bayern oder Schalke ... gute Idee oder? Dann versagt Ihr wenigstens nicht wenn es mal auch für die Bundesliga wichtig ist!

    Und ich hasse euer Understatement und dieses beschissene Gegner starkreden vor und nach einem Spiel ("Gegner war brutal stark" usw. ... zum Kotzen)

    Trotzdessen gönne ich Dortmund die Meisterschaft, weil sie wirklich guten Fußball gespielt haben und eben den größten Konkurrenten zweimal besiegen konnten!

    Ich hoffe wir rächen uns im Mai ! Bis dahin ...!

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