Fußball
Drei Europa-Tickets für WM noch zu vergeben

Für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sind nur noch acht Tickets zu vergeben, drei davon können am letzten Spieltag der europäischen Qualifikation gebucht werden.

dpa HAMBURG. Für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sind nur noch acht Tickets zu vergeben, drei davon können am letzten Spieltag der europäischen Qualifikation gebucht werden.

Neben den Siegern der Gruppen vier und sieben wird auch noch ein Gruppenzweiter auf den direkten Zug ins WM-Land aufspringen. Die sechs anderen Zweiten streiten im November um jene drei Endrunden-Plätze, die in den Playoff-Begegnungen ausgespielt werden. Die Auslosung dazu erfolgt am 15. Oktober in Zürich.

Nur noch zwei Fahrkarten werden außerhalb Europas vergeben: an die Sieger der interkontinentalen Ausscheidungen zwischen Australien und einem südamerikanischen Vertreter sowie Usbekistan oder Bahrain und der viertbesten Mannschaft aus Nord- und Mittelamerika. Am 16. November, 23 Tage vor der WM-Auslosung in Leipzig, ist das WM-Feld dann komplett.

Während in der Gruppe acht Schweden aus dem Spiel gegen Island nur noch einen Punkt benötigt, um den letzten Zweifel an der direkten Qualifikation auszuschließen, ist in der Gruppe sieben Hochspannung garantiert. Serbien-Montenegro kann mit einem Sieg im Balkan-Derby gegen Bosnien-Herzegowina aus eigener Kraft den Gruppensieg schafften. Spanien muss in San Marino mit fünf Toren Unterschied gewinnen, um im Falle eines Unentschiedens in Belgrad noch Erster zu werden. Bei den Iberern, die seit 1978 keine WM-Endrunde mehr verpasst haben, liegen die Nerven blank. Im Training lieferten sich Vicente, der nach der schwachen Leistung in Belgien aus der Stammelf flog, und Abwehrchef Carlos Puyol eine Keilerei.

Auch bei den Franzosen machte sich in den vergangenen Tagen Unruhe breit. Zwar kommt in Zypern ein eher leichter Gegner nach Paris, doch im Stade de France hat der Weltmeister von 1998 zuletzt gegen Israel, Irland und der Schweiz keine Tore geschossen. Zudem haben die Franzosen noch das Trauma von 1993 im Hinterkopf, als durch eine 1:2- Heimniederlage gegen Bulgarien die WM-Teilnahme verspielt wurde.

Die Franzosen können die Gruppe ebenso noch gewinnen wie Irland und die Schweiz, die sich in Dublin gegenüber stehen. Die Eidgenossen, die seit 1994 nicht mehr bei der WM gespielt haben, sind nach dem 1:1 gegen die „Grande Nation“ voller Selbstvertrauen. „Die Schweizer Flughöhe ist seit geraumer Zeit beträchtlich und der Boden eigentlich nicht mehr in Sicht“, schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“.

Während Norwegen in der Gruppe fünf als sicherer Zweiter hinter Italien einen Platz in den Playoffs bereits gebucht hat, greifen Griechenland, Dänemark, Russland, die Slowakei, Tschechien und die Türkei noch nach diesem Strohhalm. Die Türken haben nach dem 2:1 gegen die DFB-Elf mächtig Selbstvertrauen für die Partie in Albanien getankt. „Wir denken alle an nichts anderes mehr als an die WM- Teilnahme. Was sollen sonst unsere Landsleute denken, die in Deutschland auf uns warten?“, fragte Trainer Fatih Terim. Wenn die Türken in Tirana gewinnen, schließen sie die Gruppe zwei als Zweiter ab. Dänemark und Europameister Griechenland sind dann Zuschauer.

Die Rolle des Zaungastes droht auch den Tschechen. Wenn ihnen in Finnland kein Sieg gelingt, qualifiziert sich in der Gruppe 1 Rumänien für die Playoffs. EM-Torschützenkönig Milan Baros ist an der Achillessehne verletzt. Er wäre der dritte Stürmer nach Jan Koller und Vratislav Lokvenc, der verletzt ausfällt. Trainer Karel Brückner warnte seine Mannschaft vor der Partie in Helsinki: „In Finnland erwartet uns ein hartes Stück Arbeit, aber wir wollen zur WM. Ich bin sicher, dass die Mannschaft hochmotiviert auftreten wird.“ Der benachbarten Slowakei reicht gegen Russland in Bratislava ein Unentschieden, um als Zweiter der Gruppe drei in die Ausscheidungsrunde einzuziehen.

Spannend geht es auch noch in Südamerika zu, wo Uruguay, Kolumbien und Chile um Platz fünf kämpfen, der zwei Ausscheidungsspiele gegen Australien beschert. Die „Urus“, Weltmeister von 1930 und 1950, könnten sich in Montevideo gegen die bereits qualifizierten Argentinier sogar eine Niederlage erlauben, falls Chile (gegen Ecuador) und Kolumbien (in Paraguay) unentschieden spielen.

In der Nord- und Mittelamerika-Gruppe können Trinidad & Tobago oder Guatemala in die finale Runde gegen den Sieger der Partie zwischen Bahrain und Usbekistan einziehen. Im Asien-Playoff hatte es im Hinspiel ein 1:1 gegeben.

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