Drei Millionen Kartenbesitzer
"98 bis 99 Prozent" der WM-Karten sind verkauft

Die Weltmeisterschaft in Deutschland wird in vollen Stadien über die Bühne gehen. "Drei Mill. Karten sind verkauft und bezahlt. Das entspricht einer Quote von 98 bis 99 Prozent", meldete das Organisationskomitee.

Knapp eine Woche vor Beginn der Fußball-WM vermelden der Weltverband Fifa und das deutsche Organisationskomitee 64 nahezu ausverkaufte WM-Spiele. "Drei Mill. Karten sind verkauft und vor allem bezahlt. Das ist absolut positiv und entspricht einer Quote von 98 bis 99 Prozent", erklärte am Samstag auf einer Pressekonferenz im Bayerischen Hof in München der im WM-Ok für das Ticketing zuständige 1. Vize-Präsident Horst R. Schmidt. Rund 200 Mill. Euro und damit fast die Hälfte des 430-Millionen-Euro-Budgets hat das WM-OK aus dem Kartenverkauf einkalkuliert.

Noch 11 000 Rückläufer

Zwar gebe es zurzeit noch 11 000 so genannte Rückläufer, doch sei das WM-OK sehr zuversichtlich, auch dieses Kontingent über das Optionsprogramm an den Kunden zu bringen. Zuvor waren bereits 42 000 Karten ebenfalls nachträglich via Internet neu angeboten und abgesetzt worden. Schmidt: "Der Kartenverkauf über das Optionsprogramm hat sich bewährt, weil wir nun viel schneller auf potenzielle Kunden zurückgreifen können."

Berichte über Probleme bei der Personalisierung von Karten aus dem Hospitality-Programm konnte das WM-OK weitgehend entkräften. Wenige Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel am 9. Juni zwischen Deutschland und Costa Rica in München wurden letzte Schwierigkeiten beseitigt. Eine nahezu 100-prozentige Personalisierung der Tickets sei nach wie vor das Ziel.

Schmidt bestätigte, dass es Überlegungen gegeben habe, möglicherweise Bundeswehrsoldaten nicht verkaufte Eintrittskarten zukommen zu lassen, um leere Plätze in den Stadien zu verhindern. "Doch davon sind wir sehr schnell wieder abgekommen, weil es unzumutbar ist, eine Gruppe von 200 Leuten zum Stadien kommen zu lassen und ihnen Plätze zehn Minuten nach dem Anpfiff zuzuweisen, die vielleicht frei geblieben sind", sagte Schmidt. Nun werde versucht, frei bleibende Plätze durch die ehrenamtlichen Helfer, den Volunteers, zu besetzen.

Johansson: "Ein extrem gut vorbereitetes Turnier"

Selbst die Fifa, die unverhohlen das deutsche Ticketsystem kritisiert hatte, zeigte am Samstag keine Vorbehalte mehr. Die Organisationskommission der Fifa unter Vorsitz von Lennart Johansson, Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), zeigte sich sehr zufrieden. "Es handelt sich um eine extrem gut vorbereitetes Turnier. Es wurde fantastische Arbeit geleistet", lobte der Schwede. Auch in punkto Sicherheit konnte Johansson Entwarnung geben. Keines der 48 Vorrundenspiele wurde als so genanntes "Hochrisikospiel" (high risk match) eingestuft.

Fifa-Generalsekretär Urs Linsi gab zudem bekannt, dass alle Spieler, Offizielle, Trainer und Schiedsrichter analog zum Prozedere bei Olympischen Spielen einen Ehrenkodex unterschreiben müssen. Eine entsprechende Erklärung wird allen vorgelegt. Der Kodex fordert zu Fairplay, Kampf gegen Diskriminierung und Kampf gegen Doping auf. Außerdem beinhaltet er ein Wettverbot für alle Beteiligte.

© SID

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