Dritter bei Poker-WM
Nationalspieler Max Kruse räumt in Las Vegas ab

Anfang Mai wurde Max Kruse im letzten Moment von Joachim Löw aus dem WM-Kader geworfen. Die Enttäuschung hat er offenbar überwunden: Statt nach Brasilien ging es für ihn nach Las Vegas. Dort räumte er nun beim Poker ab.
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Las Vegas/DüsseldorfSeine Enttäuschung über die Nichtberücksichtigung für die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat Max Kruse offenbar schnell verarbeitet. Denn der Bundesligaprofi von Borussia Mönchengladbach spielte stattdessen im Urlaub die WM seines Lebens: Kruse belegte bei einem der zahlreichen Events im Rahmen der World Series of Poker in Las Vegas den dritten Platz.

Anfang Mai wurde Max Kruse von Joachim Löw im letzten Moment aus dem WM-Kader geworfen. Wenige Tage zuvor hatte der Gladbach-Profi noch für DFB-Werbeaufnahmen vor der Kamera gestanden. So bitter die Ausbootung auch war: Kruse lässt sich davon offenbar nicht unterkriegen. Er trat im Hotel Rio in Las Vegas in der Variante „2-7 Lowball“ an, bei der das niedrigste Blatt gewinnt. Für das Turnier kauften sich 241 Spieler mit jeweils 1500 Dollar (1100 Euro ) ein, Kruse schaffte es an den Finaltisch mit nur noch sechs Teilnehmern.

Er ließ dabei Poker-Stars wie den ehemaligen Weltmeister Phil Hellmuth hinter sich. Zwischenzeitlich lag Gladbachs Nummer zehn musste sich am Ende nur im Kampf um ein Gold-Armband lediglich den Profis Steven Wolansky und Joseph Cheong geschlagen geben, spielte sein Urlaubsgeld mit einem Gewinn von umgerechnet 26.800 Euro aber locker ein. Für den Sieg hätte es 66.000 Euro geregnet.

Die Poker-WM im Rio Hotel und Casino von Las Vegas zieht jährlich tausende von Profi- und Amateurspielern an. Höhepunkt ist das Main Event in der populären Variante No Limit Texas Hold'em, in der sich der Sieger Weltmeister nennen darf. Jeder Spieler muss sich mit 10.000 Dollar (7300 Euro) einkaufen, Platz eins wird mit einem Preisgeld von zehn Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro) veredelt.

Marcel Reich
Marcel Reich
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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