Duell der Spitzenreiter
Gladbacher bringen Bayern ins Wanken

Es war ein Spitzenspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München, auch wenn die Tore fehlten. Tippten viele zuvor auf Überlegenheit der Bayern, zeigten sich die Fohlen kreativer und angriffslustiger.
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MönchengladbachSeit langem gab es kein torloses Unentschieden mehr in der Bundesliga, was so viel bot wie das Spitzenspiel der Gladbacher Borussen gegen den FC Bayern München. Es war zwar nur ein Null zu Null, aber dennoch dürfte kaum einer der 54.000 Zuschauer den Borussia-Park enttäuscht verlassen haben. Denn sie haben tollen Fußball gesehen bekommen - mit einer sehr starken Gladbacher Defensive und spielstarken Bayern.

Der Wind der 70er-Jahre wehte durch jede Ritze des Borussia-Parks - schon 20 Minuten vor dem Anpfiff gab es Gänsehautstimmung und laute Gesänge im Stadion: Endlich - aus Sicht der Gladbacher Fans - war das Duell ihrer Borussia mit dem FC Bayern München wieder das Beste, was die Bundesliga derzeit zu bieten hat.

Bei den Bayern fehlte Arjen Robben wegen muskulärer Probleme - eine klare Schwächung angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen des Niederländers. Zudem saßen Frank Ribery und der angeschlagene Jerome Boateng nur auf der Bank.

Für ihn spielte der auch heute nicht überzeugende Ex-Gladbacher Dante in der Innenverteidigung neben dem starken Benatia. Bei Gladbach durfte Patrick Hermann von Beginn an. Vom A-Team fehlte Toni Jantzschke wegen eines grippalen Infekts. Die beiden besten Abwehrreihen der Liga - Bayern zwei und Gladbach vier Gegentore - mussten sich also neu zusammenfinden.

Und beide Teams wollten, dass sich diese beeindruckende Statistik änderte. Vor allem die Bayern starteten trotz der staubedingt verspäteten Anreise hochkonzentriert und dominant. Der Ballbesitz war hoch und die Gäste rückten weit vor.

Das war durchaus ein Risiko angesichts der Tatsache, dass die Gladbacher sehr gut Kontern können. Schon in den ersten Minuten kamen die Münchener zu einigen guten Ansätzen - nicht zuletzt angetrieben vom agilen Bernat auf der linken Seite.

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  • Das war sicher eine gute Leistung der Gladbacher. Nichtsdestotrotz muss man an dieser Stelle einfach sehen, dass Gladbach, anders als Bayern oder Dortmund, so gut wie nichts zur WM beitragen musste, folglich nicht durch die Spiele der Nationalmannschaft belastet ist und auch nicht 14 Tägig auf sehr hohem Niveau in der CL antreten muss. Sie können sich also die ganze Woche, erst recht 1 bis 2 spielfreie Wochen, völlig auf den nächsten Gegener konzentrieren, während die meisten Spieler der Bayern und des BVB von EM Quali über CL bis zur Buli hetzen müssen.
    Daher ist die Leistung der Gladbacher nicht mit jener der Bayern vergleichbar. Es ist ungefähr so, als hätte man in einer inklusiv beschulten Klasse des Gymnasiums Regelschüler die den ganzen Stoff mitgehen müssen und Schüler mit Förderbedarf, die aber nur 40 Prozent des Stoffes machen müssen. Wenn am Schuljahresende beide Schüler ne 2 haben, ist das nicht die selbe Leistung.
    Dass dies so ist kann man nun an Dortmund sehen. Die Dreifachbelastung über Jahre hinweg hat die Spieler ausgelaugt.

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