DWS-Experte zum Steuerfall Hoeneß: „Lieber Freund, hilf dir und tritt zurück“

DWS-Experte zum Steuerfall Hoeneß
„Lieber Freund, hilf dir und tritt zurück“

Corporate-Governance-Experte Strenger kritisiert Adidas, Audi und Telekom. Die Anteilseigner und Großsponsoren des FC Bayern hätten ihre Richtlinien im Fall Hoeneß nicht befolgt. Sie sollten ihn zum Rücktritt drängen.
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MünchenDer Corporate-Governance-Experte Christian Strenger hat die Anteilseigner des FC Bayern München wegen ihres Umgangs mit dem Steuerfall Hoeneß scharf kritisiert. „Sie sollten zu Hoeneß sagen: Lieber Freund, hilf dir und der Sache mal und tritt zurück“, sagte der Aufsichtsrat und frühere Chef der größten deutschen Fondsgesellschaft DWS dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Die Anteilseigner Adidas, Audi und der Großsponsor Deutsche Telekom hätten die bei ihnen selbst geltenden Compliance-Richtlinien nicht befolgt. Strenger ist auch Mitglied der Corporate-Governance-Kommission der Bundesregierung.

Am Montag beginnt der Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen den Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden des Bundesligisten FC Bayern. Hoeneß will nach einem möglichen Urteil eine außerordentliche Hauptversammlung über sein weiteres Schicksal entscheiden lassen. Im Aufsichtsrat gibt es aber Unbehagen, weil bei den beteiligten Unternehmen strenge Compliance-Richtlinien gelten.

„Wenn diese Unternehmen konsequent ihre eigenen Ansprüche leben würden, wäre dem eben nicht so“, sagte Strenger mit Blick auf die Tatsache, dass Hoeneß trotz des Prozesses noch im Amt ist. Falls es zu einer Verurteilung kommt, sollten die Anteilseigner nach seiner Einschätzung auch bei einer Bewährungsstrafe nochmal auf Hoeneß zugehen und ihn zum Rücktritt drängen.

Das vollständige Interview mit dem Corporate-Governance-Experten Christian Strenger finden Sie im Download-Paket in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München

Kommentare zu " DWS-Experte zum Steuerfall Hoeneß: „Lieber Freund, hilf dir und tritt zurück“"

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  • Ausgerechnet jetzt sind in Amigo-Land Kommunalwahlen. Mal sehen, ob der Horsti für den armen Uli was richten kann;–))

  • @

    Zitat : Ich bin dafür, dass Hoeness seinen Hut als Bayern-Präsident nimmt.

    Dieser Zug ist schon lange abgefahren und diese Frage stellt sich auch nicht mehr ! Diese Frage war aktuell, als man bei Hoeness das Haus durchsucht hat.


    Heute stellt sich nur eine Frage : muss er in den Knast oder kauft er sich frei !

    Ich bin für 7 Jahre zum nachdenken für den Großkotz !

  • @ MarkyMurks:

    Hoeneß hat höchstpersönlich MICH um Millionen betrogen, dafür gehört er für einige Jahre in den Knast.

    Das Strafmaß liegt bei 10 Jahren bei schwerem Betrug, es ist ein schwerer Fall, also wären so 5-7 Jahre sicherlich angebracht.

    Ich sehe das wie der frühere französische König Ludwig XIV: L´etat c'est moi! - Der Staat bin ICH.

    ICH will aber auch nicht um einen einzigen Cent betrogen werden.

    Bei Betrug gibt es im übrigen auch keine Geringfügigkeitsgrenze.

    Arbeitgeber schmeißen Leute raus und vernichten deren Existenz wegen einer gefressenen Maultasche, die in den Abfall wandern sollte, so wie in Radolfzell die Katholenkirche (Spitalfonds Konstanz)

    Sie haben strenge Complianceregeln für ihre Mitarbeiter, wie die Telekom, Adidas und Audi.

    Deren Vorstände sitzen im Aufsichtsrat von Bayern München.

    Ihre eigenen Regeln sind ihnen aber völlig wurscht, wenn der Wurschtmaxe der Täter ist.

    Pfui Teufel!

    Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen könnte!

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