Ein bisschen Spannung darf schon sein: Bundesliga-Kommentar: Mach et, Uli

Ein bisschen Spannung darf schon sein
Bundesliga-Kommentar: Mach et, Uli

Nun hat sogar der Uli Hoeneß Angst um die Spannung in der Bundesliga. „Wenn die anderen beiden heute verloren hätten“, sagte er am Samstag scheinbar erleichtert über die Siege der Nordlichter aus Bremen und Hamburg, „dann wäre die Meisterschaft entschieden gewesen. Das kann für unsere Ziele nicht gut sein.“

Was natürlich nicht heißt, dass der Uli mit seinen Bayern plötzlich nicht mehr Meister werden will. Nur ein bisserl mehr Spannung dürfte es dann schon sein, gell?

Doch wer glaubt, Hoeneß hätte seinen ihm eigenen Elan verloren und wäre plötzlich sanftmütig geworden, der irrt. Das beweist schon sein denkwürdiges Zitat zur DFB-Suche nach einem Sportdirektor. „Eine Furzidee“ nannte er den Wunsch von DFB-Präsident Theo Zwanziger, mit dem Sportdirektor einen Bundestrainer in petto zu haben. Und gab damit Jürgen Klinsmann Rückendeckung, der den Hockeytrainer Bernhard Peters auf den Posten hieven will.

Insofern kann man getrost davon ausgehen, dass Hoeneß sich nicht wirklich um die Spannung in der Liga sorgt – er strotzt einfach vor bayerischem Selbstbewusstsein und ist sich des Titels schon fast sicher.

Doch obwohl Hertha BSC als Tabellensechster gerade mal halb so viele Punkte auf dem Konto hat wie München, die Bayern also so souverän führen wie selten: Es ist noch lange nichts entschieden. Denn wenn die Hamburger Anfang März in München Punkte mitnehmen und die Bremer Anfang April die Bayern im Weserstadion schlagen, sieht die Fußball-Welt schon wieder ganz anders aus. Und dann wird Uli Hoeneß auch wieder granteln. Versprochen.

Grischa Brower-Rabinowitsch
Grischa Brower-Rabinowitsch
Handelsblatt / Ressortleiter Unternehmen & Märkte
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