Ein Elfmetertor in der 93. Minute bewahrt Italien vor einer Blamage
Italien siegt mit einem Finale Furioso

Ein hart umkämpftes Spiel gegen Australien hat für die Mannschaft aus Italien ein glückliches Ende gefunden. Dank eines Elfmeter-Geschenks Sekunden vor Ende der Begegnung hat die "Squadra Azzura" den möglichen WM-K.o. vermieden und doch noch den Einzug ins WM-Viertelfinale geschafft.

KAISERSLAUTERN. Es ist schon erstaunlich wie unbeeindruckt vom Fußballskandal in der Heimat die italienische Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland auftritt. Aufeinander eingeschworen sind die "Azzuri", ganz wie Trainer Marcello Lippi sich das vorstellt. Kaum Murren dringt aus dem Team nach draußen, auf dem Platz kämpft jeder für jeden, vor dem Spiel umarmen sie sich herzlich. So einen Zusammenhalt braucht eine Mannschaft, um "etwas außergewöhnliches zu erreichen", wie Lippi immer wieder betont.

Und für die Italiener schien der Weg zu etwas Großem durchaus gangbar zu sein. "Autostrada Italia" - Autobahn Italien - titelte die italienische Tageszeitung "La Stampa" vor dem Achtelfinalspiel gegen Australien. Ein Hinweis auf den scheinbar einfachen Durchmarsch in das Halbfinale gegen Argentinien oder Deutschland. Nach einem klaren Sieg gegen Australien, so die Hoffnung, werfen die Italiener im Viertelfinale die Ukraine oder die Schweiz aus dem Wettbewerb.

Doch zunächst einmal wartete Australien, ein unangenehmer, kämpferischer Gegner. Außerdem hatte Guus Hiddink, der Trainer der "Socceros", Italien bei der WM 2002 als Nationaltrainer von Südkorea bereits schon einmal im Achtelfinale aus dem Turnier geworfen. Doch die Geschichte sollte sich nicht wiederholen- und das lag nicht zuletzt an der geschlossenen Mannschaftsleistung der Italiener.

Hiddink hatte sich für die Italiener eine neue Aufstellung ausgedacht: Er spielte ein 3-5-1-System mit drei Verteidigern, fünf Mittelfeldspielern und nur einem Stürmer, Kapitän Mark Viduka vom FC Middlesbrough. Im Tor stand wieder Mark Schwarzer (Middlesbrough). Gegen Kroatien hatte zuletzt Zelijko Kalac (Milan) gespielt. Doch auch Lippi war für Überraschungen gut: Er verbannte Spielmacher Totti vom AS Rom, den Liebling der italienischen Fans, auf die Bank. Dafür spielte ein anderer Liebling sein erstes Spiel von Beginn an: Stürmer Alessandro del Piero von Juventus Turin. Trainer Lippi setzte auf Offensive, denn neben del Piero standen noch der italienische Torschützenkönig Luca Toni von Fiorentina und Alberto Gilardino vom AC Milan im Sturm.

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