Ein Jahr nach Haftantritt
Hoeneß-Zukunft bei Bayern „völlig offen“

Ein Jahr sitzt Uli Hoeneß nun schon in der JVA Landsberg, nachdem seine Steuerhinterziehung aufgeflogen ist. Eigentlich rechnet danach jeder mit einem Comeback beim FC Bayern. Doch es könnte anders kommen.
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LandsbergEin Jahr nach dem Haftantritt ist die Zukunft von Uli Hoeneß beim FC Bayern München nach Angaben seines Bruders „völlig offen“. „Da gibt es im Moment gar keine Tendenz“, sagte Dieter Hoeneß im BR-Sport-Interview. „Für den FC Bayern wäre es wünschenswert, wenn Uli wieder zurückkäme. Ob es für Uli gut ist, das ist die Frage“, führte der Bruder des langjährigen Bayern-Machers im Bayerischen Rundfunk aus.

„Möglicherweise wäre es für Uli auch besser ein bisschen mehr das Leben zu genießen, nicht nur immer wieder irgendwelchen Erfolgen hinterherzurennen. Aber die Entscheidung muss er selber treffen und wird er auch treffen nach reiflicher Überlegung“, sagte Dieter Hoeneß.

Auch mit der Familie werde er dabei sicher Rücksprache nehmen. „Ich glaube, Ulis Erbe ist gut übernommen worden. Man hat den Verein weiter entwickelt. Natürlich hat Uli ein bestelltes Feld hinterlassen, auf dem man aufbauen konnte.“ Uli Hoeneß wolle möglicherweise auch erst einmal etwas Abstand gewinnen, bevor er sich mit der Rückkehr in ein Amt auseinandersetze.

Am Dienstag (2.6.) jährt sich der Haftantritt des mittlerweile 63-Jährigen, der seit fünf Monaten Freigänger ist und nur noch zum Schlafen hinter Gitter muss. Tagsüber arbeitet er in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern. Hoeneß war wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Es gehe seinem Bruder „deutlich besser“, sagte Dieter Hoeneß. „Wie es ganz innen drinnen aussieht, wissen wir alle nicht.“ Am Anfang habe er sich erschrocken und sich „große Sorgen gemacht“, erklärte der frühere Bundesliga-Manager. „Das schaut jetzt besser aus.“


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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