Ein Jahr vor der WM glauben deutsche Prominente an den Titelgewinn
Schily, Becker und Co sind optimistisch

Ein Jahr vor dem WM-Auftakt in Deutschland glauben zahlreiche Prominente, dass die Klinsmann-Elf das Zeug hat, den Titel zu holen. Boris Becker hofft im Finale auf Argentinien. Und Jürgen Rüttgers sieht in Podolski den „Gerd Müller des 21. Jahrhunderts.“

HB HAMBURG. Die Prominenz glaubt ein Jahr vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland an die von Bundestrainer Jürgen Klinsmann ausgegebene Parole vom Titelgewinn. "Wir haben gute Chancen, Weltmeister zu werden. Die Buben sind richtig gut drauf", sagt Schauspielerin Uschi Glas in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter Prominenten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. "Ja, wir werden Weltmeister. Wir werden die Engländer im Halbfinale schlagen und die Argentinier im Finale", prophezeit Tennis-Legende Boris Becker.

"Jürgen Klinsmann geht mit dem einzig richtigen Anspruch in das Turnier: Er will gewinnen", sagte Bundesinnenminister Otto Schily. "Ich bin überzeugt, dass die Truppe um Kapitän Ballack bestens vorbereitet und mit großem Engagement in das Turnier vor heimischem Publikum geht. Und dann können sie es auch schaffen und 2006 im Berliner Olympiastadion Fußball-Weltmeister werden." Ähnlich sieht es Hessens Ministerpräsident Roland Koch: "Mit dem Teamspirit Klinsmanns und der Riesenbegeisterung der Fans müsste es doch klappen, dass wir in einem Jahr den Weltmeistertitel holen."

Auch Schleswig-Holsteins neuer Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ist von den deutschen Fußballern überzeugt: "Jürgen Klinsmann hat neuen Schwung in die Nationalelf gebracht hat, und deshalb traue ich es dem jungen deutschen Team zu, den Titel zu holen." Bundesfinanzminister Hans Eichel hofft auf eine bessere Stimmung im Lande nach einem Triumph durch "Klinsmanns Bubis". "Wir sind sowieso schon Miesepeter als Deutsche, das scheint eine Nationaltugend zu sein. Da muss man ziemlich viel dagegen tun, insofern wäre auch das natürlich ein Gewinn."

"Wir haben ja schon den Papst, da können wir auch noch Weltmeister werden", sagt Liedermacher Reinhard Mey. Kardinal Lehmann, der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, beantwortete die Frage nach den deutschen WM-Chancen mit "zwei Bibelzitaten". "Und wer an einem Wettkampf teilnimmt, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft." Und: "Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt."

Starkoch Eckart Witzigmann dagegen fand das Haar in der Suppe und ist noch immer geschockt vom Auftritt der DFB-Elf bei der Niederlage im Testspiel gegen die Münchner Bayern: „Nach der Vorstellung in der Allianz-Arena Eröffnung in München... Ich glaube nicht, dass die Weltmeister werden. Dritter, Vierter vielleicht... “

Weitere Stimmen:

Michael Groß (Schwimm-Olympiasieger): "Entweder fliegt die deutsche Mannschaft im Viertelfinale raus, oder sie wird Weltmeister. Diese junge Mannschaft kann alles erreichen, wenn sie einen Lauf hat - oder alles in den Sand setzen. Wenn Michael Ballack das Team führt und alles passt, dann kann Deutschland Weltmeister werden. Die Mannschaft ist so gut, aber auch so fragil, dass alles schief gehen kann."

Seite 1:

Schily, Becker und Co sind optimistisch

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%