Ein Mann mit Erfahrung
Argentinier pfeift WM-Eröffnungsspiel

Die Entscheidung, wer als Schiedrichter das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Costa Rica pfeifen darf, ist gefallen. Es ist ein Argentinier, der noch nie ein Spiel der deutschen Elf gepfiffen hat. Auch Markus Merk hat eine attraktive Partie abbekommen.

HB MÜNCHEN. Der Auserwählte heißt Horacio Elizondo. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Schiedsrichter-Ansetzungen des Weltverbands Fifa für die ersten 16 WM-Partien hervor. Der einzige deutsche WM-Schiedsrichter, Markus Merk aus Kaiserslautern, wurde für das Spiel der Vorrundengruppe C zwischen Serbien-Montenegro und den Niederlanden am 11. Juni in Leipzig eingeteilt.

Der 42 Jahre alte Elizondo ist seit 1994 Fifa-Unparteiischer und hat Erfahrungen bei mehreren internationalen Turnieren gesammelt. Unter anderem war er bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen im Einsatz. "Das ist ein ganz erfahrener Mann", sagte Fifa - Generalsekretär Urs Linsi am Samstag in München über den Südamerikaner, der 1996 sein erstes Länderspiel pfiff.

Ein deutsches A-Länderspiel hat Elizondo bislang nicht geleitet. Allerdings pfiff er zwei Mal die deutschen Junioren bei U-20- Weltmeisterschaften: 2005 beim 3:2 gegen China und 2003 beim 3:1 gegen die USA. Der Sportlehrer gibt Gedichteschreiben und Golf als persönliche Hobbys an. Er spricht Spanisch und Englisch.



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Merk darf sich bei seiner zweiten WM nach 2002 in Japan und Südkorea auf eines der vermeintlich interessantesten Vorrundenspiele freuen. Neben Argentinien gehören die Niederlande und Serbien- Montenegro zu den Favoriten auf das Weiterkommen.

Der 44 Jahre alte Zahnarzt zählt seit Jahren zu den weltbesten Schiedsrichtern. Bei der WM vor vier Jahren pfiff er drei Partien, darunter das Achtelfinale zwischen Dänemark und England (0:3). Wegen des erfolgreichen Abschneidens der deutschen Mannschaft durfte er in den weiteren Runden nicht mehr zum Einsatz kommen. Als Höhepunkt seiner Karriere bezeichnet er das Finale der Europameisterschaft 2004 zwischen Griechenland und Gastgeber Portugal (1:0).

Die Fifa hatte die Einteilung bereits am Donnerstag bei der Sitzung der Schiedsrichterkommission in München vorgenommen. Für die weiteren Spiele bis zum Finale werden die Schiedsrichter jeweils 48 Stunden vor dem Anpfiff bekannt gegeben.

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