Fußball
Eine Handvoll Bundesligisten heiß auf den Cup

Mit großen Hoffnungen auf das Erreichen der Gruppenphase starten die fünf Bundesligisten VfB Stuttgart, Hamburger SV, Hertha BSC Berlin, Bayer Leverkusen und FSV Mainz 05 heute in den Uefa-Cup 2005/2 006.

Sage und schreibe fünf Mannschaften vertreten von heute an die Bundesliga im Uefa-Cup. Dabei könnte die Ausgangsposition unterschiedlicher kaum sein. Die einen wollen die starke Frühform aus der Meisterschaft bestätigen, andere den verpatzten Saisonstart vergessen machen. Das primäre Ziel ist aber allen fünf deutschen Startern gemein: Nur wer den Auftakt schadlos übersteht, zieht in die lukrative Gruppenphase des Wettbewerbs ein und kann von zusätzlichen Millioneneinnahmen träumen.

Der in allen seinen bisher 13 Saison-Pflichtspielen ungeschlagene Hamburger SV empfängt dabei den dänischen Vizemeister FC Kopenhagen (20.30 Uhr/live im DSF), der Bundesliga-Fünfte Hertha BSC Berlin reist nach Zypern zu Hapoel Nikosia (20.00 Uhr/live bei Eurosport), der noch punktlose Tabellenletzte FSV Mainz 05 tritt beim FC Sevilla (21.30 Uhr) an und der VfB Stuttgart will gegen slowenischen Vizemeister NK Domzale (16.30 Uhr/live im DSF) nach vier vergeblichen Versuchen in der Liga endlich wieder einen Sieg unter Startrainer Giovanni Trapattoni einfahren.

"Heimspiel" für Dimitar Berbatow

Bayer Leverkusen möchte nach seinen zuletzt enttäuschenden Leistungen gegen den bulgarischen Champion Zska Sofia (18.15 Uhr/live im ZDF) ebenfalls den Hebel umlegen. "Unser Anspruch muss es ganz klar sein, ins Finale zu kommen", tönt Mittelfeldspieler Marko Babic und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser fordert allein schon aus finanzieller Sicht Erfolge: "Richtig Geld verdienen kann man erst dann, wenn man sich bis ins Viertelfinale vorkämpft." Für Stürmer Dimitar Berbatow dürfte das Duell mit Zska ein ganz besondere Spiel werden - schließlich geht es gegen seinen Heimatklub.

Trapattoni will einen Titel

Forsche Töne schlägt auch VfB-Trainer Giovanni Trapattoni an. "Man kann in einer Saison drei Titel holen. Die Meisterschaft, den Pokal und den Uefa-Cup. Einen davon will ich gewinnen", sagte der Italiener und präzisierte damit vor dem Spiel gegen den krassen Außenseiter aus der 11 000 Einwohner zählenden Kleinstadt erstmals seine Ziele mit dem VfB.

Ob der spanische Topklub FC Sevilla selbst ohne seinen verletzten Superstar Javier Saviola als Aufbaugegner für die Mainzer taugt, scheint derweil fraglich. "Ich will in Sevilla zu 100 Prozent ein gutes Ergebnis haben, das uns eine gute Perspektive für das Rückspiel gibt", sagt FSV-Trainer Jürgen Klopp und fügt trotz der vier Niederlagen in der Liga trotzig hinzu: "Wir wollen weiterkommen, wir wollen in die Gruppenphase."

Thomas Doll: "Mein größtes Spiel als Trainer"

Weitaus selbstbewusster kann der HSV die Partie gegen den dänischen Tabellenführer aus Kopenhagen angehen. "Jetzt ist es soweit: Wir wollen uns für die harte und erfolgreiche Arbeit der letzten Wochen belohnen", erklärt HSV-Coach Thomas Doll, der sich mit seinem Team erst über den UI-Cup für den Uefa-Pokal qualifiziert hatte: "Das ist mein größtes Spiel als Trainer." Verzichten müssen die Hamburger allerdings auf Emile Mpenza (Knie-Op) und die gesperrten Sergej Barbarez und Khalid Boulahrouz.

Hertha BSC kann bei seinem Gastspiel auf Zypern hingegen wieder auf den genesenen Yildiray Bastürk bauen. "Ein deutlicher Sieg wäre gut, um im Rückspiel in zwei Wochen den einen oder anderen zu schonen", sagt Trainer Falko Götz. Vor drei Jahren setzten sich die Berliner im Europacup souverän gegen Nikosia (1:0, 4:0) durch. Beim Versuch derartige Ergebnisse zu wiederholen, wid der neue Stürmer Marko Pantelic allerdings fehlen. Der Serbe war in dieser Saison bereits für seinen Ex-Klub Roter Stern Belgrad international am Ball und ist daher gesperrt.

© SID

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