Eingefrorene Gehälter
Werder-Profis könnten gegen Kürzungen klagen

Werder Bremen hat auf die sportliche Krise mit einer einmaligen Maßnahme reagiert: Sie kürzten die Spielergehälter um 50 Prozent. Das ist allerdings arbeitsrechtlich anfechtbar, wie die Spielergewerkschaft nun mitteilte. Für den Klub kann das nun weitreichende Konsequenzen haben.
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HB BREMEN. Bundesligist Werder Bremen drohen wegen der teilweise eingefrorenen Gehälter für seine Fußball-Profis weitreichende Konsequenzen. "Es ist rechtlich nicht zulässig, das Gehalt einzubehalten. Die Spieler könnten klagen oder von ihrem Rückbehaltungsrecht der Arbeit Gebrauch machen", sagte der Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VdV, Ulf Baranowsky, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Laut Baranowsky könnten die Spieler erklären: "Wir haben kein Geld bekommen, also treten wir auch nicht zum Spiel an".

Wegen des mäßigen Saisonstarts hatte Werder im September nur 50 Prozent des Grundgehalts gezahlt. Dies war am Mittwoch aus Spielerkreisen bestätigt worden. Die VdV steht derzeit in "engem Kontakt" zu den Bremer Profis. Baranowsky wollte sich jedoch nicht zu möglichen rechtlichen Schritten der Fußballer äußern. "Wir haben uns geeinigt, zu dem konkreten Fall keine Stellung zu beziehen, obwohl wir im Bilde sind."

Offensichtlich gehen die Werder-Spieler davon aus, die bislang einbehaltenen 50 Prozent im Oktober nachgezahlt zu bekommen. Laut VdV handelt es sich dennoch um einen nahezu einmaligen Vorgang. "So etwas kommt in der 1. und 2. Bundesliga eigentlich nicht vor", sagte Baranowsky.

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