Einige sind in der Versenkung verschwunden
Der Ruhm von Rom verblasst

Ob Jürgen Kohler, Lothar Matthäus oder Andreas Brehme – die Weltmeister von 1990 geben abseits des Fußball-Platzes meist keine gute Figur ab.

FRANKFURT. Am 8. Juli 1990 versetzten sie Deutschland in einen Freudentaumel. Doch knapp 16 Jahre nach dem Triumph von Rom ist der Ruhm der deutschen Fußball-Weltmeister zum Großteil verblasst. Das Aus von Jürgen Kohler beim Bundesligisten MSV Duisburg zeigt einmal mehr, dass viele Helden von damals abseits des Rasens nicht an ihren sportlichen Erfolg anknüpfen können.

Kohler hat seinen Karriereknick zwar offensichtlich noch nicht realisiert („Ich bin von mir überzeugt“), doch der frühere „Fußball-Gott“ dürfte es auf der Suche nach einem neuen Job nicht leicht haben. Schließlich scheiterte der 40-Jährige nicht nur in Duisburg. Auch als U21-Nationaltrainer und Sportdirektor bei Bayer Leverkusen war bereits nach kurzer Zeit Feierabend.

Ein noch schlechteres Bild gibt Lothar Matthäus ab. Erst verspielte er im hohen Fußballer-Alter einen Teil seiner Reputation, dann brachte er als Trainer nicht allzu viel auf die Beine. Den österreichischen Traditionsklub Rapid Wien führte Matthäus im Jahr 2002 auf Rang acht – die schlechteste Platzierung in der Klubgeschichte. Der Titelgewinn in Serbien und Montenegro mit dem Topklub Partizan Belgrad (2003) war kein Kunststück. Mit Ungarn scheiterte der Rekordnationalspieler in der WM-Qualifikation. Beim brasilianischen Erstligisten Atletico Paranaense warf der zweimalige Weltfußballer erst vor wenigen Wochen die Brocken hin.

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