Fußball
Elber will sich in Gladbach durchbeißen

Auch wenn es für Giovane Elber derzeit bei Borussia Mönchengladbach alles andere als gut läuft, will der Brasilianer nicht aufgeben. "Ich ziehe das hier durch", sagte der 33-Jährige.

An eine vorzeitige Aufgabe denkt der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Giovane Elber nicht. Der Brasilianer will sich bei Borussia Mönchengladbach durchbeißen. "Ich ziehe das hier durch, ich will nicht mit meiner Familie weg aus Deutschland", sagte Elber, der auch ein Jahr nach seinem Beinbruch bei den Gladbachern noch nicht wieder erste Wahl ist, in einem Interview der Sport Bild. Anfragen aus Brasilien von Cruzeiro Belo Horizonte habe er deshalb abgeblockt.

Elber glaubt selbst, dass er wieder fit genug für die Bundesliga ist. "Aus meiner Sicht könnte ich immer spielen. Es hängt nur am Trainer", sagte der 33 Jahre alte Brasilianer, mit 133 Toren erfolgreichster ausländischer Stürmer der Bundesliga-Geschichte. Borussia-Coach Horst Köppel sieht das noch anders. Erst einmal - beim 1:1 gegen Wolfsburg am zweiten Spieltag - durfte Elber in dieser Saison als Joker für 19 Minuten aufs Feld, obwohl den Gladbachern auch Wesley Sonck (Leisten-Operation) fehlt. Zuletzt wurde ihm auch Amateurangreifer Bekim Kastrati vorgezogen.

Was Elber auch akzeptiert. "Er ist ein guter Junge. Der Name soll nie eine Rolle spielen. Wenn der Trainer glaubt, der Andere bringt mehr Leistung, dann soll der spielen", sagte Elber, der einige in der Öffentlichkeit diskutierte und für ihn schmerzhafte Aussagen intern mit Mannschaft und Trainer besprochen hat.

"Nicht zum Arschloch werden"

"Ich habe gesagt: Trainer, ich komme hier nicht mit einer Pistole und sage, dass ich spielen muss. Ich weiß, dass die Anderen im Moment besser sind. Ich drücke uns immer die Daumen. Das hat mir viele Pluspunkte gebracht in der Mannschaft. Egal, ob in Lyon, München, Stuttgart oder Zürich: Überall, wo ich war, kann ich den Leuten noch in die Augen schauen. Ich werde nicht mit 33 jetzt zum Arschloch werden", meinte der Stürmer.

Sein unrunder Lauf, bei dem er das einst verletzte Bein nachzieht, ist für Elber "nur noch Kopfsache". "Ich warte auf den Tag, wo ich morgens aufstehe und einfach rund laufe. Das Sprunggelenk ist kein Problem mehr", sagte er: "Vergangene Woche war ich Torschützenkönig im Training. Das muss ich nun umsetzen."

© SID

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