Elfter Spieltag Bundesliga
Die letzten zehn Minuten bringen Stuttgart den Sieg

Der VfB Stuttgart hat am Dienstag seiner Erfolgsserie ausgebaut und damit den Hamburger SV noch tiefer auf Talfahrt geschickt. Am elften Bundesliga-Spieltag lieferten die Stuttgarter zwar eine schwache Partie, aber die letzten zehn Minuten brachten doch noch den Sieg.

Der VfB Stuttgart hat seine Erfolgsserie in der Bundesliga ausgebaut und dadurch die Talfahrt des Hamburger SV weiter verschärft. Die Schwaben besiegten die Norddeutschen nach einer schwachen Partie durch zwei späte Tore von Torjäger Mario Gomez (80.) und Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (85.) mit 2:0 (0:0). Während der VfB nach acht Spielen ohne Niederlage mit 21 Punkten weiter auf Platz zwei steht, droht den Hamburgern (9) am Mittwoch der Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Doll musste auf acht Profis verzichten

Die 37 000 Zuschauer in Stuttgart sahen eine enttäuschende Partie. Keines der beiden Teams zeigte auch nur ansatzweise Kombinationsfußball. Fehlpässe und Missverständnisse in allen Mannschaftsteilen prägten das Bild. Dabei war dem HSV, der in den ersten Minuten sogar noch die etwas bessere Elf war, das niedrige Niveau nur bedingt anzulasten. Schließlich musste Trainer Thomas Doll auf acht verletzte Profis verzichten.

Während bei den ersatzgeschwächten Hamburgern, die immer wieder vom niederländischen Kapitän Rafael van der Vaart angetrieben wurden, wenigstens große Einsatzbereitschaft erkennbar war, enttäuschte der zuletzt hochgelobte VfB auf der ganzen Linie. Die Stuttgarter kamen nicht in Tritt und hatten in der achten Minute Glück. Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) ließ die Partie nach einem Handspiel von Serdar Tasci im Strafraum weiterlaufen. Erst in der 13. Minute versprühte der VfB durch einen Kopfball des Schweizers Marco Streller einen Hauch von Torgefahr.

Pfiffe für "Rückkehrer" Ljuboja

Im Anschluss an diese Szene verflachte die schwache Partie weiter. Bis Mitte der ersten Hälfte bekamen die Besucher nicht viel mehr als ein Abseitstor des Hamburger Angreifers Danijel Ljuboja, der sich im Sommer im Unfrieden aus Stuttgart verabschiedet hatte und bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, zu sehen (20.).

Auch in den letzten Minuten vor der Pause erreichte das Spiel zu keiner Phase ein ansprechendes Niveau. Torchancen blieben vor beiden Toren Mangelware. Lediglich VfB-Torjäger Mario Gomez, der vor der Partie bereits sechsmal getroffen hatte, hätte die Schwaben mit der einzigen großen Möglichkeit vor dem Seitenwechsel per Kopf in Führung bringen können (34.).

Nach der Pause änderte sich kaum etwas an der Spielweise beider Mannschaften. Lediglich die Vorstöße des Hamburgers Piotr Trochowski (56./61.) sorgten in dieser Phase, in der sich der HSV ein leichtes Übergewicht erarbeiten konnte, für ein wenig Gefahr. Auf der Gegenseite brachte Arthur Boka den Hamburger Torwart Stefan Wächter mit einem Weitschuss in Verlegenheit (62.) und Gomez verfehlte das Gehäuse erneut per Kopf (68.), ehe er zwölf Minuten später traf.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%