EM 2020 UEFA-Chef wirbt für die Bayern-Arena

Bei der Fußball-EM 2020 werden in München vier Spiele ausgetragen. Das Logo symbolisiert den Brückenschlag des Paneuropa-Turniers zum 60. EM-Geburtstag. Der DFB trommelt für sein „Leuchtturmprojekt“.
Der UEFA-Chef Aleksander Ceferin ist von dem Münchener Stadion begeistert. Quelle: Reuters
Schwärmt von der Bayern-Arena

Der UEFA-Chef Aleksander Ceferin ist von dem Münchener Stadion begeistert.

(Foto: Reuters)

MünchenDFB-Präsident Reinhard Grindel hat die gemeinsame Präsentation des Münchner EM-Logos für 2020 mit dem neuen UEFA-Chef Aleksander Ceferin zur Charme-Offensive für ein weiteres „Fußball-Sommermärchen“ in Deutschland genutzt. Die Bewerbung um das EM-Turnier 2020 sei für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) „ein Leuchtturmprojekt“, erklärte Grindel am Donnerstag im Münchner Olympiapark. „Es würde ausstrahlen auf die Basis und die Vereine der Bundesliga.“ Ceferin reagierte smart: „Jeder Spieler muss sich warmlaufen, auch wenn er nicht weiß, wann er den Platz betreten darf.“

Die historisch einmalige EM-Endrunde 2020 in 13 Ländern soll aus deutscher Sicht nur das Vorspiel für das nächste große Turnier in Deutschland nach der Weltmeisterschaft 2006 sein. München begeistert Ceferin schon mal als Spielort. „Die Allianz Arena ist für mich das schönste und beste Stadion“, sagte Ceferin. Dieses Urteil sei „nicht politisch“ zu bewerten. „Ich meine es so“, sagte der 49 Jahre alte Slowene, der erst seit knapp 50 Tagen UEFA-Präsident ist.

Die Fifa-Pläne für die Mammut-WM
Was wird aus der WM?
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Ganz unscheinbar unter Punkt 9 der Tagesordnung des neuen mächtigen Fifa-Councils verbirgt sich die heiß diskutierte revolutionäre WM-Reform. Als „Zwischenbericht zum Bewerbungsverfahren für die Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 tm“ ist das Thema gekennzeichnet.

Entscheidung könnte schnell kommen
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Es können aber schon bei der Sitzung des Gremiums am Donnerstag und Freitag die Weichen für die umstrittene Aufblähung der WM-Teilnehmerzahl auf bis zu 48 Teams gestellt werden – allen Bedenken der großen Profiligen und Vereine aus Europa zum Trotz.

Entscheidungsfreudiger Präsident
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Noch kommen aus der Fifa-Zentrale in Zürich moderate Töne - der heftig diskutierte Plan von Verbandsboss Gianni Infantino werde nur beraten, heißt es. Doch wer den Italo-Schweizer kennt, weiß, dass der ganz nach dem Vorbild seines einstigen Förderers Michel Platini gerne Nägel mit Köpfen macht.

Erfahrung im Überrumpeln
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In seiner Amtszeit als Uefa-Generalsekretär wurden die Pan-Europa-EM 2020 in 13 Ländern und die Einführung der Nationenliga von 2018 an handstreichartig beschlossen, als die Fußballwelt noch von weiteren Konsultationen ausging. Die Kompetenz für eine Entscheidung hätte das Gremium auch nach der Statutenreform.

Versprochen ist Versprochen
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Infantino hat eine Aufstockung auf 40 WM-Teams in seinem Präsidentschaftswahlkampf den damals noch 209 Fifa-Mitgliedsländern praktisch versprochen. Jetzt geht es primär um die Detailgestaltung - unabhängig davon, ob Infantino seine Ideen bereits in dieser Woche oder wie offiziell verlautet erst im kommenden Jahr fix machen kann. „Mehr Länder und Regionen in der ganzen Welt wären dann glücklich“, begründete Infantino seine Pläne. Für die WM der Zukunft gibt es nun mehrere Varianten.

Das Auslaufmodell:
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Eines steht eigentlich schon fest. Das seit 1998 bewährte Turnierformat mit 32 Mannschaften wird es nur noch bei den Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar geben. Für diese beiden WM-Auflagen ist das Modell mit acht Gruppen à vier Teams und anschließender K.o.-Runde bereits beschlossen und in TV- wie Marketingverträgen fixiert.

Die ungeliebte 40er-Variante:
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Mit dem Versprechen einer Aufstockung um acht Teams machte Infantino Wahlkampf - und stieg zum FIFA-Boss auf. Doch die „krumme“ Turnierzahl gefällt dem Weltverbandschef offenbar selbst nicht. Spätestens bei der EM im Sommer hat auch er gemerkt, dass zu viel Rechnerei um beste Gruppendritte die Fans nur nervt. Vom Tisch ist der Vorschlag nicht, allerdings durch die neuen Ideen des Präsidenten sehr unwahrscheinlich geworden.

Im Stadion des FC Bayern werden 2020 vier Partien ausgetragen, drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale. Die deutsche Nationalmannschaft könnte im Falle der erfolgreichen Qualifikation zwei ihrer drei Gruppenspiele in München vor den eigenen Fans bestreiten. „Bayern München ist stolz, dass die EM-Spiele in unserem Stadion ausgetragen werden“, sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

„Viele kleine Länder können kein komplettes Turnier ausrichten“
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