Empfang mit zünftiger Musik
Irans Nationalmannschaft in Deutschland angekommen

Pünktlich und ohne Zwischenfälle ist die iranische Nationalmannschaft am Sonntag in Friedrichshafen angekommen. Dort wurde der WM-Teilnehmer überaus freundlich mit einem Fanfarenzug und zünftiger Musik empfangen.

Herzlicher Empfang für die iranische Nationalmannschaft: Mit einem Fanfarenzug und zünftiger Musik ist das Team am Pfingstsonntag fünf Tage vor Beginn der WM in Deutschland empfangen worden. Die Asiaten landeten um 10.25 Uhr in Friedrichshafen, wo sie während der Endrunde auch ihr Quartier beziehen. Anschließend trug sich die Mannschaft ins Goldene Buch der Stadt ein. Am Abend ist ein Empfang geplant.

Die Ankunft der Iraner, die in der Vorrundengrupppe D auf Portugal, Mexiko und Angola treffen, verlief nach Auskunft einer Sprecherin der Stadt Friedrichshafen ohne Zwischenfälle. Um den Schutz des Teams während des Aufenthaltes in Deutschland zu gewährleisten, ist die Sicherheitsstufe zwei ausgegeben worden.

Zwanziger machte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am Sonntag keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen einen WM-Besuch des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Sollte dieser aber tatsächlich wie angekündigt im Falle eines Achtelfinal-Einzugs des "Team Melli" nach Deutschland kommen, "muss man ihm natürlich in aller Deutlichkeit klar machen, dass das, was er verkündet, absolut unakzeptabel, verbrecherisch und weit von der Realität entfernt ist." Er, sagte Zwanziger, werde Ahmadinedschad aber "ganz sicher nicht" begrüßen.

Einige bekannte Gesichter

Geht es nach Vahid Hashemian vom Bundesligisten Hannover 96, sollten die politischen Diskussionen während der WM verstummen. "Durch Sportsgeist können Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen ein so großartiges Turnier zu einem Erfolg werden lassen", sagte der Stürmer, der ebenso wie die Bundesliga-Profis Ali Karimi (Bayern München) und Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV) sowie der ehemalige Kaiserslauterer Ferydoon Zandi zum Aufgebot gehört und im Angriff wohl neben dem früheren Münchner und Berliner Ali Daei auflaufen wird.

Die Ankunft der Iraner, für dessen Schutz während des gesamten Aufenthaltes in Deutschland Sicherheitsstufe zwei ausgegeben worden ist, verlief ohne Zwischenfälle. Nach der Landung trug sich die Mannschaft ins Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend ging es weiter ins Quartier. Am Abend war in der Stadt nochmal ein öffentlicher Empfang geplant.

"Wir sind froh, dass wir da sind und freuen uns, dass es bald los geht", erklärte Nationaltrainer Branko Ivankovic. Der Kroate, dem Deutschland aus sportlicher Sicht nach seiner erfolglosen Stippvisite 1999/2000 beim Zweitligisten Hannover 96 nicht in guter Erinnerung ist, will die Perser bei ihrer dritten Endrunden-Teilnahme erstmals ins Achtelfinale führen: "Unser Ziel ist natürlich, die Vorrunde zu überstehen."

Bestens gewappnet

Sportlich fühlen sich die Iraner, die sich als eine der ersten Mannschaften für die Endrunde qualifiziert hatten, gewappnet. Vor dem Abflug nach Deutschland gewann das Team am vergangenen Mittwoch in Teheran noch ein Testspiel mit 5:2 gegen Bosnien-Herzegowina. Zuvor hatten die Iraner WM-Teilnehmer Kroatien ein 2:2 abgetrotzt. Leichte Sorgen bereitet Ivankovic lediglich der angeschlagene Mahdavikia, der wegen einer Hüftverletzung gegen Bosnien-Herzegowina fehlte und auch bei der Generalprobe am Montag (17 Uhr ) im Zeppelinstadion gegen eine Bodensee-Auswahl geschont werden soll.

© SID

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