Empfangsprobleme
Radioloch brachte Transsib-Reisende fast um's Finale

Beinahe hätten sie den Ausgang des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft verpasst: In der Transsibirischen Eisenbahn hatten sich zwei Franzosen, drei Deutsche und ein Mongole um einen Weltempfänger versammelt, als in der sibirischen Weite der Empfang abriss. Alle Versuche, den Sender wieder hereinzubekommen, scheiterten. Im nächsten Bahnhof nahte die Rettung.

HB IRKUTSK. Ausgerechnet zum Elfmeterschießen war kurz vor der russischen Stadt Irkutsk der Rundfunkempfang zusammengebrochen. Die russische Rundfunkübertragung hatte Tsogbayar Tsednee aus der Mongolei für die anderen Fußballfans ins Englische übersetzt.

Als in der entscheidenden Phase des Endspiels die Verbindung zum übertragenden Sender abbrach, war vor allem bei Pierre Bariaud und Benjamin Thomas aus Frankreich die Not groß. Mit sportlichen Verrenkungen wurde das Radiogerät aus dem Zug gehalten, um den Sender wieder zu finden.

Als das Unternehmen scheiterte, spurteten beide am Bahnhof in Irkutsk Richtung Bahnhofsvorplatz. Trotz der Verständigungsschwierigkeiten mit den dort wartenden Taxifahrern erfuhren sie, dass Italien Weltmeister geworden war. Mit dem Nachahmen von Schussbewegungen versuchten die Taxifahrer klar zu machen, dass Italien im Elfmeterschießen gewonnen hatte.

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