Ende einer Ära bei den Bayern
„Scholli“ sagt Servus

Und wieder geht eine große Karriere ihrem Ende entgegen. Im Sommer 2007 hängt Mehmet Scholl seine Schuhe an den Nagel. Der FC Bayern München feiert seinen Sympathieträger mit einem Spiel gegen den FC Barcelona. Scholl wird dem FC Bayern aber weiter dienen – und das nicht irgendwo.

HB MÜNCHEN. Mehmet Scholl sagt Servus. Nach 15 Dienstjahren für den FC Bayern wird der 36 Jahre alte Musterprofi am Ende der Saison seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. „Der Mehmet wird nach der Saison aufhören“, kündigte Manager Uli Hoeneß in der „Bild“-Zeitung das Karriereende von Rekordchampion Scholl an, der als einziger Profi acht deutsche Meisterschaften gewonnen hat. Laut Hoeneß soll er im Jugendbereich des Rekordmeisters arbeiten. „Und vielleicht wird er diesen sogar im Vorstand vertreten.“

Die Strapazen von insgesamt 17 Jahren Bundesliga-Fußball mit unzähligen Muskelverletzungen, Zerrungen und Bänderdehnungen zwingen den „Oldie“ zum Aufhören. Das Fußball-Jahr 2006 ist für den vom extrovertierten Teenie-Idol zum schweigsamen Kult-Kicker gewandelten Mittelfeldakteur ohnehin schon beendet. Am vergangenen Mittwoch zog er sich im Training einen Muskelfaserriss zu.

In der Rückrunde wird Scholl, der von Trainer Felix Magath nur noch als Edeljoker eingesetzt wird, in den Bundesliga-Stadien „Auf Wiedersehen“ sagen. Die Bayern wollen dem Liebling der Bayern-Fans im August 2007 im Spiel um den „Franz-Beckenbauer-Pokal“ gegen den FC Barcelona einen würdigen Abschied bereiten. „Mit Scholl verliert der FC Bayern einen Spieler, dem unheimlich viele Sympathien entgegen gebracht werden“, sagte Hoeneß, der sich eine weitere Zusammenarbeit mit dem dienstältesten Bayern-Profi als „Berater“ und „Wegbegleiter“ gut vorstellen kann.

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