England will Weltmeister werden
"Three Lions" wollen den WM-Titel

Die englische Nationalelf um Kapitän David Beckham hat bei der WM in Deutschland Großes vor. Den Grundstein für eine erfolgreiche WM können die "Three Lions" mit einem Auftaktsieg gegen Paraguay (15.00 Uhr) legen.

Bereits 40 Jahre sind vergangenen seit dem die Engländer 1966 im eigenen Land triumphierten. Dieses Jahr soll es wieder klappen. Die "goldene Generation" um Superstar David Beckham hat 50 Mill. Fans im Rücken, sogar Prinz William wird auf der Tribüne platznehmen, wenn es heute in Frankfurt/Main gegen Paraguay geht (15.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere). Die fast traditionell schlechten Auftaktspiele der "Three Lions" bei großen Turnieren sollen endgültig der Vergangenheit angehören.

Glaube und Selbstbewusstsein

"Wir haben den Glauben und das Selbstbewusstsein, den WM-Titel nach 40 Jahren wieder nach England zu holen. Wir wissen um die Erwartungshaltung in der Heimat und sind zweifellos in der Lage, diese auch zu erfüllen. Mit unserer physischen Spielweise jagen wir den Südamerikanern und hoffentlich auch den europäischen Teams mächtig Angst ein", sagt Beckham vor seinem 90. Länderspiel und kündigt bereits vor dem Auftaktspiel eine Mega-Party in England an: "Wenn wir den Titel gewinnen, wird in unserem Land etwas passieren, was man selbst beim Rugby und Cricket nie zuvor erlebt hat."

Der 31 Jahre alte Mittelfeldstar von Real Madrid hat seine Knöchelverletzung auskuriert und wird die "Three Lions" mit breiter Brust auf das Feld der Frankfurter WM-Arena führen. Nach seiner Roten Karte im Achtelfinale gegen Argentinien 1998 in Frankreich, dem Aus im WM-Viertelfinale gegen Brasilien 2002 in Japan und Südkorea sowie dem verschossenen Elfmeter im Viertelfinale gegen den Gastgeber bei der EM in Portugal will "Becks" im Herbst seiner Karriere den Fußball-Thron im Königreich besteigen.

Mittelfeld ist Herz der Mannschaft

Nie waren die Chancen auf den Titel größer als bei der WM in Deutschland. Beckham wird mit Steven Gerrard vom FC Liverpool sowie den Chelsea-Profis Joe Cole und Frank Lampard das neben Brasilien nominell beste Mittelfeld des Turniers bilden.

Owen Hargreaves vom deutschen Rekordmeister Bayern München bleibt da vorerst nur die Rolle des Ergänzungsspielers. "Aber auch Owen könnte im Laufe des Turniers noch wichtig für uns werden", lobte Lampard den auf der Insel äußerst umstrittenen Hargreaves. In der Defensive garantieren die Innenverteidiger Rio Ferdinand von Manchester United und John Terry vom FC Chelsea eine fast so große Sicherheit wie die Bank von England.

Nur der Angriff bereitet dem Weltmeister von 1966 derzeit noch Sorgen. Michael Owen (Newcastle United) war lange angeschlagen und findet erst langsam wieder zur Form. "Manu"-Ass Rooney wird nach seinem offenbar ausgeheilten Fußbruch mindestens noch bis zum Achtelfinale fehlen. "Roboter" Peter Crouch vom FC Liverpool könnte die "Wundertüte" des Turniers werden, derweil werden dem überraschend nominierten Theo Walcott vom Lehmann-Klub Arsenal London gegen Paraguay noch keine großen Einsatzchancen eingeräumt.

Trotz der Probleme im Angriff zählt für die Spieler auf dem Weg zum WM-Titel aber nur ein Erfolg gegen Paraguay. "Wir werden mit einem Sieg ins Turnier starten. Alles andere als der WM-Titel ist für uns nicht akzeptabel", sagte Chelsea-Star Lampard, der in den bisherigen Trainingseinheiten einen ganz starken Eindruck hinterließ.

Gerrard aufgeregt "wie ein Kind an Weihnachten"

Auch der nach seinen Rückenproblemen wiedergenesene Gerrard hat nur den WM-Pokal im Kopf: "Ich bin jetzt 26 und weiß nicht, ob ich noch einmal bei einer WM spielen kann. Ich werde alles dafür tun, dass wir in Deutschland Weltmeister werden. Ich bin so aufgeregt vor dem Anpfiff wie ein Kind an Weihnachten", sagte der Teamkollege von Deutschlands Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann.

Als Glücksbringer dient den Engländern Prinz William, der in der Frankfurter WM-Arena auf der Ehrentribüne Platz nehmen wird. In seiner Eigenschaft als Präsident des englischen Fußball-Verbandes (FA) soll er in Frankfurt mit Fifa-Boss Joseph S. Blatter zusammentreffen. Zudem ist im Anschluss an das Spiel ein Empfang des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch vorgesehen.

Unterdessen sieht sich Gegner Paraguay um die Bayern-Profis Roque Santa Cruz und Julio dos Santos überhaupt nicht als Außenseiter. Vielmehr geht vor allem der offenbar gerade noch rechtzeitig fit gewordene Stürmer Santa Cruz von einem erneuten Scheitern der Engländer aus. "Große Namen gewinnen keine Titel. Ich schätze England nicht so stark ein. Brasilien und Deutschland sind als Mannschaft einfach besser."

© SID

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