Englische Premier League
Warum Chelsea der wirtschaftliche Abstieg droht

Der Kader des FC Chelsea gehört zu den besten und teuersten der Welt. Doch weil sich die Fans gegen die Stadionpläne von Besitzer Roman Abramowitsch sperren, könnte der Klub bald seine Spitzenstellung verlieren.
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LondonAm Freitag laufen die Spieler von Bayer Leverkusen beim 1. FC Kaiserslautern auf, doch so mancher Spieler wird mit den Gedanken bereits beim Heimspiel am nächsten Mittwoch sein. Für die Werkself steht das Spiel des Jahres an – es geht um den Verbleib in der Champions League, dem bedeutendsten Wettbewerb im Vereinsfußball überhaupt. Doch der Gegner ist schier übermächtig: Auf der Gehaltsliste des Chelsea FC stehen Weltstars wie Fernando Torres, Michael Essien oder Torwart Petr Cech. Die Londoner sind einer der Favoriten auf den Gewinn der Champions League.

Doch während Leverkusen um den Verbleib im Turnier zittert, hat Chelsea ganz andere Probleme. Der Fußball-Großmacht droht der wirtschaftliche Abstieg, und schuld sind, paradoxerweise, die eigenen Fans. In London tobt derzeit eine Schlacht, bei der es um Eigentumsverhältnisse, Markenrechte und viel Geld geht.

Seine achtjährige Blütezeit verdankt Chelsea fast ausschließlich dem russischen Besitzer und Milliardär Roman Abramowitsch, der seit der Übernahme des Klubs im Jahr 2003 Schätzungen zufolge fast eine Milliarde Euro in den Spielerkader gesteckt hat. Doch unter den neuen Finanzregeln der Uefa, genannt „Financial Fair Play“, ist das nicht mehr möglich. Um in der Saison 2013/14 zu den europäischen Wettbewerben zugelassen zu werden, darf das Defizit der beiden Vorjahre insgesamt 45 Millionen Euro nicht übersteigen. Subventionen von reichen Mäzenen zum Ausgleich von neuen Schulden sind nicht mehr erlaubt.

Händeringend sucht Chelsea nun nach neuen Geldquellen, denn aus den laufenden Einnahmen lässt sich der mit Stars gespickte Kader nicht finanzieren. Der Verein hofft auf höhere Ticketerlöse, doch das geht nur mit einem größeren und moderneren Stadion. Die jetzige Arena ist mehr als ein Jahrhundert alt, und vor allem viel zu klein: Stamford Bridge hat nur wenige Business-Sitze und eine Kapazität von rund 42000 Plätzen – damit kann der Verein langfristig nicht mit den Konkurrenten in der Liga mithalten.

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