Enttäuschung für deutschen Sport
Programmsponsoring wird abgeschafft

Die Ministerpräsidenten haben auf ihrer Konferenz in Berlin den Ausstieg aus dem TV-Programmsponsoring endgültig beschlossen. Ausnahmen bilden Fußball-Länderspiele sowie Olympia.
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Enttäuschung für den deutschen Sport: Die Ministerpräsidenten haben auf ihrer Konferenz in Berlin den Ausstieg aus dem TV-Programmsponsoring endgültig beschlossen. Ab 2013 ist Programmsponsoring in ARD und ZDF werktags nach 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen verboten. Ausnahmen bilden Fußball-Länderspiele sowie Olympische Spiele.

Der Beschluss wurde am Mittwoch im Zuge der Ratifizierung des neuen Rundfunkstaatsvertrages getroffen. "Es fehlen noch Unterschriften einiger Minister. Die werden in den nächsten Tagen nachgeholt", hieß es aus der Pressestelle der zuständigen Staatskanzlei Sachsen-Anhalts. Langfristig soll auf Wunsch der Länder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der komplette Ausstieg aus dem Programmsponsoring folgen.

Der deutsche Sport hatte bis zuletzt gehofft, dass das Programmsponsoring ("Diese Sendung wird präsentiert von ...) uneingeschränkt bestehen bleibe. Von den Einnahmen der TV-Sender profitierten auch die einzelnen Sportverbände. Vor allem der deutschen Wintersport war Nutznießer. "Da muss man sich jetzt andere Geldgeber suchen", sagte Rainer Robra, Staatskanzleichef von Sachsen-Anhalt.

Zwischenzeitlich hatte die Sportminister-Konferenz (SMK) dem Sport wieder neue Hoffnung gemacht und eine erweiterte Ausnahmereglung gefordert. "Die Sportverwaltung wird sich in diesem Sinne gegenüber der Senatskanzlei für eine Lockerung des Sponsoringverbots zugunsten national und international besonders bedeutsamer Sportveranstaltungen einsetzen", sagte Berlins Sport-Senator Thomas Härtel.

© SID

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