Equipe Tricolore
Domenech auf Kriegsfuß mit der Presse

Dem französischen Nationaltrainer Raymond Domenech ist auf einer Pressekonferenz der Kragen geplatzt. Domenech kritisierte die negative Berichterstattung der Medien über sein Team.

Eineinhalb Wochen vor Beginn der WM in Deutschland herrscht im Lager der französischen Nationalmannschaft alles andere als eitel Sonnenschein. Raymond Domenech monierte am Dienstag auf der Pressekonferenz im Trainingslager in Clairefontaine vor den Toren von Paris die aus seiner Sicht negative Berichterstattung in den Medien. Der französische Nationaltrainer unterstrich seine Verärgerung während der gesamten Fragestunde durch die Bedeckung seines rechten Ohres mit der rechten Hand.

"Vielleicht habe ich schon zu viel gehört, was ich nicht hören will"

"Ich bin es satt zu lesen, was alles falsch laufen soll. Man sollte lieber einmal darüber berichten, dass die Fans uns überall die Daumen drücken und Glück wünschen. Aber mit solch einem Thema produziert man ja keine Schlagzeilen", schimpfte Domenech und bezeichnete seine provozierende Geste als Signal: "Vielleicht habe ich schon zu viel gehört, was ich nicht hören will."

Die Vorbereitung der "Equipe Tricolore" auf die WM sorgte bereits für einiges Aufsehen. Außer Kritik an Domenechs Nominierung sorgte besonders die kurzfristige Abreise von Torhüter Gregory Coupet aus Verärgerung über seine Rolle als Nummer zwei hinter Fabien Barthez für Unruhe.

Domenechs Medienschelte ist im französischen Fußball kein Einzelfall. Vor der WM-Endrunde 1998 im eigenen Land hatten die einheimischen Medien die Arbeit des damaligen Coaches Aime Jacquet scharf kritisiert und erst einen Kurswechsel in ihrer Berichterstattung vollzogen, als die Gastgeber Richtung Endspiel marschiert waren und schließlich den Titel gewannen.

© SID

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