Erst im Uefa-Cup winken lukrative Einnahmen
Euphorie statt Einnahmen

Bis zum Finale heute Abend gegen den FC Valencia hat der Hamburger SV im UI-Cup kein Geld verdient - aber gute Stimmung im Umfeld geschaffen.

BERLIN. Das Programm schlaucht, gerade jetzt, im Frühstadium der Saison. „Drei Spiele in sechseinhalb Tagen – das ist ganz schön happig", stöhnt Trainer Thomas Doll. Hinter dem Hamburger SV liegen souveräne Siege im UI-Cup-Halbfinale gegen Sigma Olmütz am vorigen Mittwoch und beim Bundesligaauftakt gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag (jeweils 3:0). Jetzt folgt das Final-Hinspiel im UI-Cup gegen den spanischen Top-Klub. „Dieses Spiel passt zu unserer positiven Grundstimmung“, freut sich Bernd Hoffmann, der Präsident. 50 000 Zuschauer werden in der AOL-Arena erwartet.

Zum großen Geschäft ist der Wettbewerb für den Hamburger SV nicht geworden. Bisher, sagt das für die Vermarktung zuständige HSV-Vorstandsmitglied Katja Kraus, habe der Verein im UI-Cup „keine signifikanten Einnahmen erzielt“. Und das, obwohl zu den vorangegangenen drei Heimspielen über 80 000 Zuschauer in die AOL-Arena kamen. Kaum Fernsehgelder, stark reduzierte Eintrittspreise und sogar freier Eintritt für die Dauerkartenbesitzer, dazu die Prämien für die Spieler und erhöhte Reisekosten – das verhinderte bisher, das der HSV mit dem UI-Cup Geld verdiente.

Mit rund einer Million Euro rechnet der HSV jetzt aus dem Endspiel gegen den FC Valencia, aber die Summe relativiert sich. „Das ist nur der Bruttobetrag“, sagt Katja Kraus, „netto bleibt uns davon etwa die Hälfte. Wir sind damit aber budget-konform.“ Der Sieger aus Hin- und Rückspiel ist für die erste Hauptrunde des Uefa-Pokals qualifiziert. Setzt er sich auch dort durch, kommt er in eine von acht Fünfergruppen, in denen einmal jeder gegen jeden spielt. Der HSV käme in den Genuss, endlich auch Geld im europäischen Wettbewerb einzusammeln.

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