Erste Spiele in Gruppe G
Schweizer ohne Respekt gegen Frankreich

In Stuttgart greifen heute ab 18.00 Uhr die Nationalmannschaften der Schweiz und aus Frankreich ins WM-Geschehen ein. "Wir haben vor Frankreich keine Angst mehr", sagte der Schweizer Trainer Köbi Kuhn.

Direkt im WM-Auftaktspiel will die Nationalmannschaft der Schweiz heute (18.00 Uhr live in der ARD und bei Premiere) gegen Ex-Weltmeister Frankreich für eine Überraschung sorgen. "Ich habe eine junge und hungrige Mannschaft, die sich beweisen will", sagte Nationaltrainer Köbi Kuhn in Stuttgart.

Als der Titelverteidiger vor vier Jahren in Südkorea schon nach der Vorrunde ohne Sieg und ohne Tor ausschied, war dies eine handfeste Sensation. Jünger geworden sind die "Blauen" seither nicht. Niemand verkörpert dies präziser als der bereits einmal zurückgetretene Zinedine Zidane, der mit fast 34 Jahren seine Kollegen noch einmal zu alten Erfolgen führen soll.

"Haben vor Frankreich keine Angst"

Das zu verhindern, wird die Hauptaufgabe des Schweizer Torhüters Pascal Zuberbühler sein, der mit großem Optimismus in die Partie geht: "Wir trauen uns viel zu und haben vor Frankreich keine Angst mehr." Warum auch, denn schon bei der WM-Qualifikation spielte man in der gleichen Gruppe und trotzte der "Equipe tricolore" zweimal ein Unentschieden (0:0 und 1:1) ab.

Wäre noch vor einigen Jahren ein klarer Sieg alltäglich für die Franzosen gewesen, geht man diesmal mit einer gehörigen Portion Respekt auf den Rasen. Zumal es zusätzlich gilt, die Auftaktschlappe von 2002 (0:1 gegen den Senegal) mit einem Erfolg aus den Köpfen der Fans zu löschen.

Bei denen ist anders als bei Nationaltrainer Raymond Domenech der alternde Zidane längst nicht mehr der große Heilsbringer. Nach höchst wechselhaften Leistungen in der Vorbereitungsphase fordert man immer lauter längere Einsätze für den designierten Nachfolger von "Zizou", den 23 Jahre alten Franck Ribery. Doch mehr als die Joker-Rolle traut der Coach dem Spielmacher von Olympique Marseille noch nicht zu.

"Nur eine Mission - Weltmeister werden"

Weniger als der zweite WM-Titel nach 1998 soll und darf es für Domenech nicht sein: "Ich habe nur eine Mission - Weltmeister werden." Auch Zidane gibt das Ziel aus, noch einmal die begehrte Trophäe in die Luft zu stemmen. Einwände, das Team sei überaltert, wischt Mittelfeldspieler Claude Makelele beiseite: "Wir bleiben der Favorit. Vor vier Jahren waren wir ausgebrannt, diesmal sind wir spürbar fitter, man merkt es bei jedem Training."

Diese Aussage ist schwer zu überprüfen, denn beim einzigen öffentlichen Training in Hameln ließen sich die Franzosen nicht in die Karten schauen, ansonsten wurden Zuschauer und Journalisten ausgesperrt. Auch Domenech mied die Öffentlichkeit, so oft er konnte, und stellte sich nur jeden zweiten Tag der Presse.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%