"Es gibt in Deutschland keinen besseren Innenverteidiger als mich": Wörns klagt über sein schlechtes Image

"Es gibt in Deutschland keinen besseren Innenverteidiger als mich"
Wörns klagt über sein schlechtes Image

Chrsitian Wörns fühlt sich von Jürgen Klinsmann benachteiligt. Der Trainer schätze seine Leistung nicht, obwohl er sich als bester Innenverteidiger Deutschlands für das Team stark machen wolle. BVB-Kollege Christoph Metzelder stärkt ihm den Rücken.

HB DORTMUND. Christian Wörns hat sich erneut über mangelnde Wertschätzung durch Bundestrainer Jürgen Klinsmann beklagt. "Wenn ich bei der WM nicht dabei wäre, würde ich mich fragen, was das soll. Ich könnte das nicht nachvollziehen", sagte der 33 Jahre alte Abwehrspieler des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in einem Interview.

Vielleicht sei er in den vergangenen Jahren "zu lieb" gewesen oder "zu brav" rübergekommen, vermutet Wörns als Grund für sein offenbar schlechtes Image in der Öffentlichkeit und bei den DFB-Trainern: "Ich habe viel hingenommen, aber mich öffentlich nie richtig gewehrt."

Fünf Monate vor dem Weltmeisterschafts-Eröffnungsspiel gegen Costa Rica fürchtet Wörns, der sein bis dato letztes Länderspiel im September 2005 in der Slowakei bestritten hat, weiter um seinen Platz im WM-Kader. Klinsmann habe sich vor dem Jahreswechsel nicht mehr bei ihm gemeldet. Zuvor habe er sporadisch Kontakt zum Bundestrainer gehabt.

"Es wurde ja oft erzählt, dass mich Anrufe oder E-Mails von Klinsmann nicht erreicht haben. Aber das ist Quatsch. Sie haben mich erreicht, nur ihr Inhalt hat mir häufig nicht gefallen."

Wörns räumte ein, dass er womöglich "nicht mehr auf demselben Niveau wie vor vier, fünf Jahren" spiele. "Trotzdem gibt es in Deutschland keinen besseren Innenverteidiger als mich. Ich verstehe meinen momentanen Status nicht."

BVB-Teamkollege Christoph Metzelder, der nach langwierigen Verletzungen in der Bundesliga-Hinrunde nicht nur sein Comeback in der Bundesliga, sondern auch in der Nationalelf feierte, pflichtet Wörns bei und macht sich damit indirekt für dessen WM-Nominierung stark. "Christian ist der beste deutsche Innenverteidiger - und ich glaube, dass ich das ganz gut beurteilen kann. Er hat in der Öffentlichkeit aber in der Tat nicht das Standing, das ihm gebührt. Warum das so ist, weiß ich nicht", sagte Metzelder der Zeitung.

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