Espanyol, Athen, Waregem im Uefa-Cup weiter
Feyenoord-Hoologans sorgen in Nancy für Eklat

Hooligans des niederländischen Spitzenklubs Feyenoord Rotterdam haben am vierten Spieltag des Uefa-Cups für einen Skandal gesorgt. Das Spiel des Uefa-Cup-Siegers von 2002 bei AS Nancy (0:3) musste nach schweren Ausschreitungen im Gäste-Block nach 80 Minuten für fast eine Dreiviertelstunde unterbrochen werden. Die Feyenoord-Anhänger hatten Schutzwände aus Glas zerstört, Sitze aus ihrer Verankerung gerissen und auf Ordnungspersonal geworfen und wollten zudem gewaltsam in den Bereich der Nancy-Fans eindringen.

Die französische Polizei setzte gegen die Randalierer, die schon Stunden vor dem Anpfiff Geschäfte in der Innenstadt von Nancy demoliert hatten, Tränengas ein. Der Stadionsprecher forderte alle Besucher auf, die Arena zu verlassen, lediglich die Gäste-Anhänger mussten in ihrem von Polizisten umstellten Block bleiben.

Erst nach etwa 40 Minuten setzte Schiedsrichter Espen Berntsen die Begegnung fort, das 3:0 reichte Nancy für den vorzeitigen Einzug in die Zwischenrunde. Um das dritte Ticket in der Gruppe E streiten nach dem 3:1 gegen den nun ausgeschiedenen FC Basel Wisla Krakau (3 Punkte) und Rotterdam (2), das aber nach den Krawallen mit schweren Sanktionen rechnen muss.

Elf Plätze noch zu vergeben

Im Schatten des Skandalspiels schafften Espanyol Barcelona, Panathinaikos Athen und die SV Zulte-Waregem den Sprung in die Runde der letzten 32. Damit wären - Nancy mitgerechnet - am fünften und letzten Spieltag (13. und 14. Dezember) noch elf Plätze in der Zwischenrunde zu vergeben. Zu den 24 Teams aus dem Uefa-Cup kommen die jeweiligen Tabellendritten der acht Champions-League-Gruppen.

Espanyol löste sein Ticket durch einen 2:0-Sieg beim sechsmaligen Europapokalsieger Ajax Amsterdam, der selbst nur noch theoretisch von einem der ersten drei Plätze in der Gruppe F zu verdrängen ist. Der spielfreie belgische Pokalsieger aus Waregem profitierte von einer 0:1-Niederlage Austria Wiens gegen Sparta Prag. Nur eine deutliche Niederlage von Ajax bei Zulte-Waregem am letzten Spieltag kann das Rennen um den dritten Rang noch zugunsten des tschechischen Rekordmeisters entscheiden.

Panathinaikos genügte ein 0:0 gegen Rapid Bukarest, um in Gruppe G mit sieben Punkten den Einzug in die Zwischenrunde zu sichern. Hinter den Griechen ist nach der Nullnummer zwischen Mlada Boleslav (2) und Paris St. Germain (2) noch alles offen.

"Fener" muss zittern

In Eintracht Frankfurts Gruppe H verpasste Fenerbahce Istanbul die Chance, mit einem Sieg bei Celta Vigo die Qualifikation perfekt zu machen. Die Türken verloren 0:1 und müssen am 13. Dezember gegen die Eintracht noch zittern. Die Hessen können nach dem 0:0 gegen Newcastle United mit einem Auswärtssieg noch in die Zwischenrunde einziehen.

Zuvor hatten bereits Newcastle sowie Bayer Leverkusens Kontrahenten Tottenham Hotspur und Dinamo Bukarest den Sprung unter die letzten 32 geschafft. Auch der Titelverteidiger FC Sevilla, die Glasgow Rangers, Maccabi Haifa, AZ Alkmaar und der FC Parma hatten ihr Ticket bereits in der Tasche.

© SID

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