Europa League: Festtage und Härtetests für die BVB-Bubis

Europa League
Festtage und Härtetests für die BVB-Bubis

Zwei Fußball-Festtage in Dortmund, zwei Härtetests für die Borussia-Bubis: Die Spiele Nummer sechs und sieben für Borussia Dortmund innerhalb von 23 Tagen haben es in sich. Am heutigen Donnerstag (19.00 Uhr/Sky und Sat.1 live) gastiert der FC Sevilla zum zweiten Gruppenspiel der Europa League in der Arena, am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total! live) kommt Bayern München zum Bundesliga-Hit.

Doch zunächst geht es gegen die Spanier, über die BVB-Trainer Jürgen Klopp sagte: "Sevilla ist das absolute Monster in unserer Gruppe. Die haben richtig Dampf auf dem Kessel. In der Europa League hofft man auf solche Partien. Das klingt gut und wird hoffentlich auch gut."

Die Frage nach der physischen und mentalen Belastung für seine Youngster beantwortete Klopp lakonisch: "Das kriegen wir schon hin." Nach dem neunten Sieg im zehnten Pflichtspiel am vergangenen Samstag beim FC St. Pauli (3:1) war Regeneration angesagt. "So eine lange Pause hatten wir lange nicht mehr", flachste Klopp, der sich mit seinem Trainer-Team noch auf der Rückfahrt von Hamburg mit dem spanischen Pokalsieger und aktuellen Tabellensiebten der Primera Division beschäftigte.

Bayern-Spiel noch nicht im Kopf

"Damit wir wissen, wie diese Mannschaft zu spielen ist und ob es für uns eine Chance gibt. Falls sie da ist, werden wir den Jungs das mitteilen", sagte der BVB-Coach und versuchte, das Bayern-Spiel zunächst aus den Köpfen seiner Shoootingstars zu verbannen. "Wir konzentrieren uns immer nur auf den nächsten Gegner. Diese Aufgabe wird außerordentlich schwer, weil Sevilla das erste Gruppenspiel gegen Paris mit 0:1 verloren hat und sich im Prinzip keine weitere Niederlage erlauben kann, wenn man nicht Gefahr laufen will, vom Ausscheiden bedroht zu sein", sagte Klub-Präsident Reinhard Rauball.

Sevilla, Uefa-Cup-Sieger von 2006 und 2007, wird allgemein als dickster Brocken auf dem Weg in die Zwischenrunde der Europa League gesehen. Doch der seit Wochen mit Bestnoten und Lob überschüttete Nuri Sahin relativierte. "Wie wir in Lwiw gesehen haben, haben wir nur schwere Gegner. Am stärksten schätze ich Paris Saint-Germain ein, noch vor dem FC Sevilla", sagte der Mittelfeldspieler in einem Interview auf der Internetseite ran.de.

Trainerwechsel in Sevilla

Die Spanier, die im Europapokal seit fünf Spielen sieglos sind, stecken derzeit in einer sportlichen Krise, holten nur acht von 15 möglichen Punkten in der Meisterschaft. Am vergangenen Sonntag verloren die Andalusier 0:2 gegen Hercules Alicante, Klub des Ex-Dortmunders Nelson Valdez. Als Konsequenz musste Trainer Antonio Alvarez seine Koffer packen. Bereits am Montagabend leitete Gregorio Manzano, zuletzt bei Real Mallorca unter Vertrag, erstmals das Training des Traditionsklubs. Alvarez stand schon seit dem Scheitern von Sevilla in der Champions-League-Qualifikation gegen Sporting Braga aus Portugal in der Diskussion.

Die neue Situation beim Gegner dürfte den selbstbewussten BVB, der nach dem spektakulären Last-Minute-Sieg bei Karpaty Lwiw (4:3) den zweiten Sieg landen will, nicht irritieren. Ohnehin hat Klopp mit Sevilla noch eine Rechnung offen, seit er vor fünf Jahren als Mainzer Coach in der ersten Uefa-Cup-Runde am späteren Titelträger scheiterte. "Ich habe denen immer gesagt, ich komme nochmal wieder", sagte der BVB-Trainer: "Damals haben wir viel gemauert, heute ist die Situation mit dem BVB eine ganz andere."

© SID

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