Europa League
Gladbach und Stuttgart müssen siegen

Zum ersten Mal seit fünf Jahren könnte wieder ein deutsches Quartett in der Europa League überwintern. Dafür müssen Gladbach und Stuttgart am Donnerstag siegen. Hannover und Leverkusen können hingegen rotieren.
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HannoverFußball-Deutschland zählt auf Borussia Mönchengladbach und den VfB Stuttgart. Mit Siegen am Donnerstag könnten beide Clubs einen großen Schritt in Richtung Zwischenrunde der Europa League machen - und der Bundesliga einen weiteren Vorteil in der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA bescheren. Gewinnen beide, wäre das erste Überwintern eines deutschen Quartetts seit fünf Jahren zum Greifen nahe.

„Ich bin sehr optimistisch, dass wir in der Europa League überwintern können“, sagte Gladbachs Coach Lucien Favre vor der Partie gegen AEL Limassol aus Zypern (Donnerstag, 21.05 Uhr/Kabel eins). Stuttgarts Coach Bruno Labbadia fordert zeitgleich bei Steaua Bukarest den Gang an die Leistungsgrenze. „Uns erwartet eine Riesenstimmung, ein Hexenkessel. Wir wissen, dass wir dort bestehen können. Wir müssen ans Maximum gehen“, urteilte Labbadia.

Die bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Clubs Bayer Leverkusen und Hannover 96 gönnen sich dagegen personelle Rotationen, obwohl beide noch um den Gruppensieg kämpfen. „Wir möchten die Tabellenführung unbedingt behalten“, kündigte 96-Coach Mirko Slomka vor dem Spiel gegen Twente Enschede (19.00 Uhr/Sky) an. Trotzdem geht Slomka gegen den Tabellenzweiten aus den Niederlanden das Risiko ein, Stammspieler zu schonen. „Wir werden dennoch eine Formation auf den Platz schicken, die gewinnen kann“, beteuerte Slomka.

Leverkusen wagt bei Metalist Charkow (19.00 Uhr/Sky) gar mit einer C-Mannschaft den Spagat. „Zu einer richtigen Rotation gibt es keine Alternative“, erklärte Trainer Sascha Lewandowski das Vorhaben, gleich acht Änderungen vorzunehmen. Dabei geht der Sieger des Spiels als Gruppensieger den Absteigern aus der Champions League aus dem Weg. „Wir wollen als Erster über die Ziellinie gehen“, sagte Sportchef Rudi Völler denn auch.

Hannover und Leverkusen marschierten bereits vorweg. Nun sollen Gladbach und Stuttgart folgen. Zuletzt gelang einem Quartett aus der Bundesliga 2007/2008 der gemeinsame Sprung in die Zwischenrunde. Damals qualifizierten sich Bayern München, der 1. FC Nürnberg, der Hamburger SV und Leverkusen im damals noch UEFA-Cup genannten Europapokal für die K.o.-Runde.

Auch im Falle eines Sieges gegen die zyprischen Außenseiter wäre für Gladbach am Donnerstag allerdings nur schon alles klar, wenn Olympique Marseille gleichzeitig gegen Fenerbahce Istanbul verliert. Sonst droht am Nikolaustag ein Endspiel in der Türkei. „Ich gehe davon aus, dass wir sechs Punkte brauchen und auch in Istanbul gewinnen müssen“, sagte Antreiber Thorben Marx.

Auch der VfB ist bei einem Sieg in Bukarest auf Schützenhilfe für das vorzeitige Weiterkommen angewiesen. Gewinnt das Labbadia-Team bei den vom früheren Bundesliga-Profi Laurentiu Rehgecampf betreuten Rumänen, wäre bei einem gleichzeitigen Remis zwischen Kopenhagen und Molde FK das Weiterkommen perfekt.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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