Europa-Vergleich
Bundesliga bleibt Profit-Champion

Die Fußball-Bundesliga hat ihren europäischen Spitzenplatz im Finanzranking der Beratungsgesellschaft Deloitte erfolgreich verteidigt. Lediglich in einem Punkt musste sich die deutsche Eliteklasse geschlagen geben.
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BerlinSportlich rangiert die Bundesliga im europäischen Vergleich laut Uefa-Fünf-Jahres-Wertung auf Platz drei, beim Thema Finanzen belegt das deutsche Fußball-Oberhaus hingegen schon heute den Spitzenplatz. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten "Annual Review of Football Finance" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte ist die deutsche Eliteklasse mit einem Gewinn von 138 Millionen Euro die profitabelste unter den Profiligen Europas und lässt sogar die englische Premier League hinter sich. Die Studie umfasst die Ein- und Ausgaben der europäischen Clubs aus der Saison 2009/10.

Insgesamt setzte die Bundesliga mit Ticketverkäufen, Sponsoreneinnahmen, TV-Geldern und anderen Quellen rund 1,66 Milliarden Euro um. Damit steigerten die Bundesligaklubs ihre Erlöse gegenüber der Vorsaison um 6 Prozent. Treibende Kraft dahinter waren vor allem die Einnahmen durch Sponsorengelder, die 2009/10 um fünf Prozent zulegten.

Obwohl die Bundesliga auch bei der Umsatzrendite - also dem Gewinn im Verhältnis zu den Erlösen - mit 8,3 Prozent den Spitzenplatz in Europa belegt, gab es einen kleinen Wermutstropfen: Denn in der Saison zuvor lag der Wert den Angaben zufolge noch bei 10,9 Prozent. Als einen Grund für das Minus nannten die Analysten die damalige Wirtschaftskrise. Auch bei den Ticketverkäufen liegt das deutsche Oberhaus europaweit ganz vorne. Im Schnitt strömten Woche für Woche 42.700 Zuschauer in die deutschen Stadien.

Mit einem Gewinn von 101 Millionen Euro folgt die englische Premier League im Ranking auf Platz zwei. Die italienische Serie A und die französische Ligue 1 machten dagegen Verluste von 110 beziehungsweise 102 Millionen Euro. Die spanische Weltmeisterliga machte zu Gewinnen oder Verlusten keine Angaben. Insgesamt kamen die europäischen Ligen trotz der Wirtschaftskrise zu einem Umsatzrekord von 16,3 Milliarden Euro. Davon erwirtschafteten die "Big Five" (England, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich) allerdings mit 51 Prozent mehr als die Hälfte.

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