Ex-Fifa-Präsident
Blatter kritisiert DFB wegen Umgang mit WM-Affäre

Bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Basel übt Blatter Kritik am DFB. Der ehemalige Fifa-Präsident bemängelt den Umgang mit dem Skandal um die WM 2006. Seine eigene Suspendierung bezeichnet er als „beschämend“.

BaselDer selbst gesperrte ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter hat den Deutschen Fußball-Bund im Zusammenhang mit dem Skandal um das WM-Sommermärchen 2006 kritisiert. „Wenn der größte Sportverband der Welt nicht im Stand ist, seine eigenen Probleme intern zu lösen, dann stimmt doch etwas nicht mehr“, sagte der 80 Jahre alte einstige höchste Fußball-Funktionär der Welt am Freitag bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Basel. Er beteuerte noch einmal, dass nie Gelder für die Vergabe von Weltmeisterschaften geflossen seien.

Weiter äußerte sich Blatter nicht zu den Ungereimtheiten um eine damalige DFB-Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den Weltverband, als Blatter diesen als Präsident führte.

Er bereue nichts, was er gemacht habe, betonte Blatter. „Ich bereue nur, dass ich nicht genug getan habe, um die FIFA auf den rechten Weg zurückzubringen“, sagte er. Seine eigene Suspendierung bezeichnete er als „beschämend“. Er setze sich selbst dafür ein, dass korrupte Funktionäre sofort suspendiert werden müssten. Man habe ihm aber nie Verbotenes nachweisen können. Nur Vertreter aus Süd- und Nordamerika hätten die FIFA durch ihre Korruption in Verruf gebracht, so Blatters Wahrnehmung.

Blatter ist wegen einer dubiosen Zahlung an den ebenfalls gesperrten UEFA-Präsidenten Michel Platini für sechs Jahre gesperrt und will vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS dagegen vorgehen. Es sei gerade „in Mode, die FIFA schlechtzumachen“, sagte Blatter. Einige Studenten im Publikum äußerten ihren Unmut über Blatter mit kurzen Protestaktionen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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