Extreme Sicherheitsmaßnahmen in Rotterdam
Mürrischer Kahn lässt Klinsmann kalt

Die positive Stimmung vor dem 37. Klassiker gegen die „Oranjes“ lässt sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann auch durch den mürrischen Oliver Kahn nicht kaputt machen. Für die Partie am Mittwochabend formuliert er eine klare Aufgabe.

HB NEU-ISENBURG. Im Frankfurter Regenwetter ging Kahn auf Tauchstation, Klinsmann bemühte sich dafür umso mehr um freundliches Betriebsklima. Während der zur Rotation gezwungene Bayern-Torhüter am Montag ankündigte, er werde bis zum Länderspiel am Mittwoch in Rotterdam gegen die Niederlande keine Aussagen in eigener Sache machen, verteidigte der Bundestrainer vehement die Trennung der Rivalen Kahn und Jens Lehmann. „Das ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber bei der WM werden beide davon profitieren“, erklärte der 41-Jährige vor dem Flug nach Amsterdam.

Nur 18 Spieler werden an diesem Dienstag den Charterflieger und anschließend den Bus in den Spielort besteigen. Trotz der Bundesliga-Galavorstellung von Lukas Podolski beim 3:2-Sieg des 1. FC Köln in Stuttgart blieb Klinsmann bei der Pause für den Jungstar. „Es war mit seinem Trainer abgesprochen, dass wir ihn weiter aufbauen wollen. Es würde keinen Sinn machen, ihn aus dem Rhythmus heraus zu nehmen“, begründete der Bundestrainer, der in Stuttgart die deutliche Steigerung des Kölner Stürmers live gesehen hatte, den Verzicht. Podolski selbst hat sich mit der Entscheidung abgefunden: „Ich hätte gern am Mittwoch gespielt, aber ich bin auch noch nicht fit, sondern brauche noch zwei oder drei Wochen.“

Mit Miroslav Klose und Kevin Kuranyi, die in der jungen Saison bereits mit Toren und ansprechenden Leistungen aufwarteten, stellt sich damit der Angriff des Vizeweltmeisters von selbst auf. Die einzige Sturm-Alternative Gerald Asamoah ist noch weit von Normalform entfernt. Dass dies auch auf andere seiner Berufenen zutrifft, weiß Klinsmann: Für 90 Minuten Power-Fußball reiche die Luft noch nicht, „vielleicht für 60, 70 Minuten, mal sehen, wo wir dann stehen“.

Dennoch formulierte der Chef für die Partie im Stadion „De Kuip“ (20.30 Uhr/ARD) die klare Aufgabe: „Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie das Maximum abruft. Man muss mit dem Glauben heran gehen, gewinnen zu können“, unterstrich der Wahl-Amerikaner vor seinem 17. Länderspiel als verantwortlicher Coach. Der letzte deutsche Sieg gegen den Nachbarn ist schon mehr als neun Jahre her - das 1:0- Siegtor schoss damals Klinsmann. Danach gab es je zwei Unentschieden und Niederlagen.

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