Fanausschreitungen beim Derby: HSV rettet einen Punkt auf St. Pauli

Fanausschreitungen beim Derby
HSV rettet einen Punkt auf St. Pauli

Der mit Spannung erwarteten Partie zwischen den Hamburger Rivalen fehlte es über weite Strecken an Biss. Ansehnlichste Aktion war der Kunstschuss, mit dem Petric den HSV vor einer Pleite bewahrte. Nach dem Abpfiff drehten die Fans der rivalisierenden Vereine auf.
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HB HAMBURG. Mladen Petric hat den Hamburger SV im Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit einem Kunstschuss vor der Pleite bewahrt. Über weite Teile war das Spiel nicht sehenswert und die Fans enttäuscht. Nach dem Unentschieden im Stadtderby der Hamburger Bundesligaklubs war die Stimmung in der Hansestadt am Sonntag angespannt.

Schon vor Spielbeginn hatte es Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei gegeben. Rund 2 000 HSV-Fans zogen vom Bahnhof Altona zum Spielbudenplatz auf der Reeperbahn und attackierten dort Polizeibeamte mit Flaschen und Knallkörpern, wie ein Polizeisprecher sagte. Zudem sind Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen worden. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein, um Bengalische Feuer zu löschen.

Während des Spiels flogen aus der St. Pauli-Kurve immer wieder Klopapierrollen auf das Tor des HSV-Keepers Frank Rost. In der HSV-Kurve wurde nach dem Ausgleichstreffer ein Bengalisches Feuer gezündet. Insgesamt verfolgten 24 360 Zuschauer das Spiel. Etwa 2 100 Karten sollten den Angaben der Vereine zufolge an Anhängern des HSV verkauft werden.

Trotz gemeinsamer Aufrufe beider Vereine zu einem friedlichen Duell schätzte die Polizei die Partie als sogenanntes Risiko- oder Sicherheitsspiel ein, sagte Streiber vor Spielbeginn. Es bestehe die Gefahr, dass es auch nach dem Spiel in den Vergnügungsvierteln rund ums Stadion zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen kommen könne. Mehrere Hundertschaften sollten zum Einsatz kommen.

Der zuletzt kaum eingesetzte kroatische Nationalspieler erzielte in der 87. Minute mit einem spektakulären Volleyschuss aus 20 Metern den 1:1 (0:0)-Endstand und verhinderte damit in einem über weite Strecken langweiligen Duell die erste HSV-Niederlage gegen den „kleinen“ Nachbarn seit September 1977.

St. Pauli war durch Fabian Boll per Flachschuss in der 77. Minute in Führung gegangen. Das Derby fand erstmals seit 48 Jahren wieder am Millerntor statt, zuvor hatten die „Braunen“ aus Sicherheitsgründen stets im HSV-Stadion am Volkspark antreten müssen.

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