FC Bayern in China
Mit „Volldampf“ in die Verkaufsveranstaltung

Der FC Bayern will seine Aufholjagd fortsetzen: In China, wo andere Topklubs vor den Münchnern aufliefen, will sich der Rekordmeister einen Anteil am Wachstumsmarkt sichern. Und Guardiola arrangiert sich so gut es geht.
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MünchenPeking, Shanghai, Guangzhou – mit drei Testspielen und ungezählten Werbemaßnahmen will der FC Bayern sein Image als globaler Fußball-Player im Wachstumsmarkt China aufpolieren. Rund 20 000 Flugkilometer müssen Trainer Pep Guardiola und die Münchner Starkicker mitten in der Saisonvorbereitung auf dem strapaziösen Trip ins Reich der Mitte absolvieren und bei schwülwarmen Temperaturen spielen, trainieren und die Marke Bayern München repräsentieren.

„Wir kommen spät, aber wir kommen mit Volldampf. Und wir werden diesen Markt mit Volldampf in den nächsten Jahren beackern“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Das ist natürlich keine Urlaubsreise. Da müssen wir einen Spagat hinlegen zwischen den wirtschaftlichen Marketing-Interessen des FC Bayern und der sportlichen Vorbereitung.“

Vor drei Jahren, erinnerte Rummenigge an die Fünf-Tages-Reise nach China mit zwei Spielen, habe man am Saisonende das historische Triple gewonnen. „Vielleicht ist das ja ein gutes Omen“, orakelte der Vorstandschef. Pep Guardiola hat sich mit den Erfordernissen der großen Clubs seit seiner Zeit beim FC Barcelona längst arrangiert.

„Das ist komplett normal, heute müssen die Vereine um die Welt reisen“, erklärte der spanische Coach und scherzte sogar. „Wenn nächstes Jahr gesagt wird, wir müssen nach Australien fliegen, dann fliegen wir nach Australien.“

Es bleibt aber ein Balanceakt zwischen der werbeträchtigen Tour, die weitere Millionen auf die Vereinskonten bringen soll, und der notwendigen sportlichen Vorbereitung auf eine Spielzeit mit großen sportlichen Zielen. Ein reines Trainingslager, wie es in den Vorjahren regelmäßig etwa am Gardasee stattfand, gibt es auch in diesem Jahr bei den Münchnern nicht.

Alles kein Problem, sagt Guardiola. „Wir können drei Spiele gegen gute Mannschaften spielen.“ Am Samstag trifft der FC Bayern im Olympiastadion von Peking auf den FC Valencia. Drei Tage später ist in Shanghai Inter Mailand der Gegner. Letzte Station der Tour ist die Partie gegen den FC Guangzhou Evergrande (23. Juli), den die Münchner von der gewonnenen Club-WM 2013 kennen.

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„Gute Mannschaften, neue Städte“

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