FC Bayern München
Auf den weltbesten Trainer folgt der zweitbeste

Die Spatzen pfiffen es schon von den FC-Bayern-Dächern: Trainer Pep Guardiola geht am Ende der Saison. Mit dem Italiener Carlo Ancelotti kommt der perfekte Nachfolger, um die Liga weiter zu dominieren. Ein Kommentar.

DüsseldorfPep Guardiola ist als Trainer einzigartig. Der FC Bayern hätte den Spanier gerne behalten, doch der will nicht mehr. Das alles ist keine Frage des Geldes oder der Chemie in München. Grund für den Schlussstrich ist am Ende allein die Persönlichkeit des Trainers, der nach drei Jahren gerne etwas Neues macht.

Guardiola ist ohne Frage der derzeit beste Fußballtrainer der Welt. Er hat als Coach von Barcelona vier Jahre den Fußball in Spanien bestimmt, ein Jahr Pause gemacht und dann in der Bundesliga an seine grandiose Erfolgsserie nahtlos angeknüpft. Solch eine Dominanz eines Vereins über zweieinhalb Jahre hat die Bundesliga noch nie erlebt.

Dies war kein Zufall, sondern ist der extrem intensiven Arbeitsweise des Spaniers zu verdanken. Keinem Klub der Liga ist es bisher gelungen, das System des Katalanen zu entschlüsseln. Im Gegenteil, Pep – wie ihn alle Welt gerne nennt – hat nahezu alle seine Gegner entschlüsselt und zum Teil sogar vorgeführt.

Auch ein Großer wie er macht natürlich immer mal wieder Fehler. Die aber rächten sich nur auf allerhöchstem Niveau in der Champions League. Zwei Mal scheiterte er vorzeitig in der Königsklasse, weil seine Mannschaft nicht auf den Punkt genau fit war – und der Gegner ein klein wenig cleverer und glücklicher agierte.

Genau dies macht den Fußball aber so attraktiv für Millionen Zuschauer. Die Spielergebnisse sind eben nicht vorhersehbar. Mit Geld lassen sich zwar gute Mannschaften kaufen, aber keine Titel. Immer wieder kommt es vor, dass sogenannte Kleine die Reichen schlagen und Favoriten sprachlos machen.

Die Zufälle des Fußballs versucht der Trainer Guardiola so weit wie möglich zu begrenzen. Deshalb verordnete er den Bayern einen Ballbesitzfußball und übte zahlreiche Systeme ein, die er sogar während eines Spiels durch schnelle Umstellungen veränderte. Guardiola beherrscht die Kunst, ein Spiel zu lesen und minutenschnell eine Lösung an der Linie zu finden, wenn es mal nicht läuft.

Diese ungewöhnlichen Fähigkeiten machen ihn extrem begehrt im Fußballgeschäft. Deshalb kann er sich den nächsten Arbeitgeber aussuchen. Vermutlich wird er nach England gehen. Chelsea, Manchester City und Manchester City werden sicher um ihn buhlen. Bleibt abzuwarten, ob der Favorit – der Scheichklub Manchester City – am Ende das Rennen macht.

Seite 1:

Auf den weltbesten Trainer folgt der zweitbeste

Seite 2:

Ancelotti passt perfekt zu den Bayern

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%