FC Bayern München
Gigaset will mit Rummenigge in China stürmen

Bayern München hat einen neuen Topsponsor. Mit Hilfe des deutschen Fußballmeisters will der Telefonhersteller Gigaset auch international bekannter werden. Erste Aktionen sind schon geplant.
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MünchenRekordmeister FC Bayern baut seine wirtschaftliche Vormachtstellung in Deutschland weiter aus. In der Allianz Arena präsentieren die Münchener den Schnurlostelefon-Hersteller Gigaset als neuen Sponsor. Die Firma steigt als sogenannter Platin-Sponsor und internationaler Partner bei den Bayern ein.

Karl-Heinz Rummenigge verwies auf die bayerischen Wurzeln von Gigaset, man passe sehr gut zusammen. Besonders im Blick haben die neuen Partner China. "Wir haben für uns entschieden, dass China für uns ein Hauptfokusmarkt sein wird", sagte FCB-Vorstand Jörg Wacker. In China gebe es mehr als 90 Millionen Sympathisanten des FC Bayern. Rummenigge räumte allerdings mit Blick auf China ein: "Wir kommen spät, wir kommen aber mit Volldampf."

Gigaset kann Aufmerksamkeit gebrauchen: Das Unternehmen, das aus einer Siemenssparte hervorgegangen ist, will Ende des Jahres sein erstes Smartphone auf den Markt bringen. Der Markt für Schnurlostelefone schrumpft seit Jahren.

Die Menschen telefonieren zunehmend über das Handy. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz von Gigaset daher um zwölf Prozent auf 326 Millionen Euro, unterm Strich stand ein Verlust von knapp 17 Millionen Euro.  Deshalb will das Unternehmen in den zwar boomenden, aber auch heftig umkämpften Smartphone-Markt einsteigen.

Die Bayern sind begehrt: Erst dieses Frühjahr hat der Sportkonzern Adidas seinen Vertrag mit dem deutschen Rekordmeister bis 2030 verlängert. Adidas äußerte sich zu den finanziellen Details nicht. Klar ist aber, dass die Bayern von der kommenden Saison an deutlich mehr kassieren als bisher. Derzeit überweist die Marke mit den drei Streifen rund 25 Millionen pro Spielzeit. Nun dürfte es doppelt so viel sein, vielleicht auch mehr.

Es hat seinen Grund, dass Adidas jetzt so viel mehr bezahlt. Den englischen Spitzenklub Manchester United haben die Deutschen jüngst für die Rekordsumme von etwa 100 Millionen Euro pro Saison für zehn Jahre verpflichtet. Allerdings ist ManU weltweit bekannter als Bayern, so dass das Team mehr bekommen dürfte.

"Die großen Klubs werden immer populärer", begründet ein Adidas-Sprecher den Run auf die führenden Mannschaften. Neben den Bayern sponsert Adidas international noch Chelsea, Real Madrid sowie demnächst Juventus Turin. Die Italiener bekommen gut 30 Millionen Euro pro Jahr. Für den Verein ein guter Deal, denn der Adidas-Konkurrent Nike zahlte bislang nur die Hälfte. Die Amerikaner haben Barcelona und Manchester City unter Vertrag.

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