FC Bayern verpasst CL-Finale

München feiert geschlagene Gewinner

Zwei verschossene Elfmeter, zwei Treffer für Bayern: In einer intensiven Partie genügte dem FC Bayern München ein 2:1 gegen Atletico Madrid nicht, um ins Champions-League-Finale einzuziehen. Die Leistung? Dennoch gut.

Bayern München scheidet in der Champions League aus

MünchenDie Bayern-Spieler sanken zu Boden, in der Münchner Kurve feierten die Fans dennoch ihre geschlagenen Gewinner. In einer dramatischen Fußballnacht hat sich der Halbfinalfluch des deutschen Meisters unter Trainer Pep Guardiola auf bitterste Weise fortgesetzt. Beim Sturmlauf ins Champions-League-Finale wurden die Münchner von einem Kontertor des Franzosen Antoine Griezmann in der 54. Spielminute jäh gestoppt. Trotz eines 2:1 (1:0)-Siegs schieden die Münchner aus. „Unsere Mannschaft hat großartig gespielt. Sie hat verdient gewonnen und sie hätte es auch verdient gehabt, nach Mailand zu fahren“, sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Das Aus sei schmerzhaft, aber „wir brauchen uns nicht schämen“.

Der unglücklichste Mann am Dienstagabend war Thomas Müller. Nach dem Führungstor von Freistoßschütze Xabi Alonso (31.) unterlief dem Weltmeister ein folgenschwerer Fehlschuss vom Elfmeterpunkt. Der sonst so sichere Schütze scheiterte vor 70 000 geschockten Zuschauern am starken Atlético-Torwart Jan Oblak (34.). So reichte letztlich auch Robert Lewandowskis Siegtor in der 74. Minute und ein gehaltener Elfmeter von Weltmeister-Keeper Manuel Neuer in der Schlussphase nicht mehr, nachdem die Münchner der Hinspiel 0:1 verloren hatten. „Es ist bitter, dass man mit so einem Spiel ausscheidet“, konstatierte Kapitän Philipp Lahm.

Zahme Bayern vergeigen das Hinspiel
Erfolglos
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Nach der 0:1-Niederlage bei Atlético Madrid trotten die Spieler des FC Bayern München über das Spielfeld. Foto: Peter Kneffel

Auftakt
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Torschütze Saul Niguez (r) feiert mit Koke den Treffer zum 1:0 gegen Bayern München. Foto: Juan Carlos Hidalgo

Kapitän
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Philipp Lahm mahnt nach dem 0:1-Rückstand zur Wachsamkeit. Foto: Peter Kneffel

Abwehr
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Münchens Arturo Vidal (M) wird von Augusto Fernandez und Gabriel «Gabi» Fernandez (r) in die Zange genommen. Foto: Peter Kneffel

Verzweiflung
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Münchens David Alaba rauft sich nach einer vergebenen Chance die Haare. Foto: Peter Kneffel

Pariert
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Torwart Manuel Neuer (l) kann vor dem, neben Verteidiger Javi Martinez (r) heraneilenden Antoine Griezmann von Atlético den Ball abwehren. Foto: Kiko Huesca

Grätsche
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Madrids Jose Maria Gimenez (l) attackiert mit gestrecktem Bein Robert Lewandowski. Foto Juan Carlos Hidalgo Foto: Juan Carlos Hidalgo

Mit fulminanter Angriffswucht hatten sie das Abwehrbollwerk von Atlético ins Wanken, aber nur fast zu Fall gebracht. Nach Real Madrid (2014) und dem FC Barcelona (2015) scheiterte Guardiola mit den Bayern auch 2016 an einer spanischen Mannschaft. Nun kann sich der Katalane noch maximal mit dem Double (Meister und Pokalsieger) aus München verabschieden. Im Endspiel trifft Atlético am 28. Mai in Mailand auf Real Madrid oder Guardiolas künftigen Verein Manchester City.

Guardiola setzte in seinem letzten Champions-League-Heimspiel mit den Bayern auf Erfahrung und große Namen: Die Weltmeister Müller und Jérôme Boateng sowie Flügelflitzer Franck Ribéry kehrten im Vergleich zum Hinspiel zurück in die Startformation. Und anders als in Madrid waren die Bayern von der ersten Minute an präsent, mit jeder Minute steigerten sie den Druck aufs Atlético-Tor.

Müller scheitert mit Elfmeter
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