FC Bayern zieht Bilanz
Kein Top-Klub wirtschaftet so solide

Der FC Bayern München ist stark wie nie zuvor. Die Zahlen, die auf der Hauptversammlung vorgelegt werden, sind der Beweis: Der Klub liegt auf Augenhöhe mit Real Madrid und Barcelona. Doch die Münchener wollen mehr.
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DüsseldorfDer FC Bayern München hat sich dreieinhalb Stunden selbst gefeiert. Es war die erste Jahreshauptversammlung nach Uli Hoeneß, der fehlte, aber dennoch allgegenwärtig bleibt. Klar war schon vorher: Die Zahlen sind so gut wie nie zuvor. Der beste deutsche Fußballklub überragt alle in Deutschland um Längen. Und er ist auf Augenhöhe mit den Großen in Europa.

Beim Umsatz durchbrach der deutsche Fußball-Rekordchampion erstmals die Marke von einer halben Milliarde Euro. Mit 528,7 Millionen Euro flossen rund 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr in die Kasse. Das haben die Münchner bereits vor einigen Wochen stolz durchsickern lassen. So viel Umsatz machen in der Fußballwelt nur noch Real Madrid, Barcelona und Manchester United.

Der Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr auf rund 16,5 Millionen Euro gestiegen. Das ist weniger berauschend, denn Real, Barca und ManU schaffen zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Allerdings haben die Münchner noch nie großen Wert auf einen hohen Gewinn nach Steuern gelegt. Sie investieren ihr Geld lieber wieder in Beine und Steine, als es an Aktionäre auszuschütten.

Das zeigt sich zum Beispiel an der Allianz Arena. Die gehört dem Verein und ist nach nicht einmal zehn Jahren bereits bezahlt. Auch das hatte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef der aus dem eingetragenen Verein ausgegliederten Profifußball-AG, schon vorab bekanntgegeben.

346 Millionen Euro hat die Arena gekostet. Und eigentlich hätten die Kredite noch 16 Jahre laufen sollen. So sah es der Finanzierungsplan vor. Hauptgrund für diese Leistung ist Geld, das vom Sponsor Allianz kam. Als dritter Anteilseigner bei der Bayern-AG zahlten sie 110 Millionen Euro. Zusammen mit Adidas, Audi hält der Versicherer nun jeweils 8,33 Prozent an der AG.

Die Bayern liefern jedoch nicht nur grandiose Zahlen. Sie sind auch überaus beliebt. Dies zeigt eine weitere Zahl, die durchsickerte: Rund 251.315 Mitglieder hat der Verein nun. So viele eingetragene Fans hat derzeit wohl kein anderer Fußballverein auf der Welt. Zumindest haben die Bayern den bisherigen Führer in dieser Rangliste, Benfica Lissabon, überholt.

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