FCK-Coach Henke trauert „verpasster Chance“ nach
Teuflisch schwere Angelegenheit für Schalke

Vize-Meister FC Schalke 04 ist knapp an einem Fehlstart in die 43. Bundesliga-Saison vorbeigeschliddert. Gegen den bieder, aber äußerst effektiv auftretenden 1. FC Kaiserslautern gelang den Königsblauen vor 61 210 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Veltins-Arena ein 2:1 (0:1)-Arbeitssieg.

GELSENKIRCHEN. Dabei hatten die Pfälzer bis kurz vor Schluss noch 1:0 geführt. Doch ein Einstand nach Maß des dänischen Nationalspieler Sören Larsen, der nur vier Minuten nach seiner Einwechselung den Ausgleich besorgte (79.), leitete die Wende zu Gunsten der als Bayern-Jäger Nummer eins gehandelten Königsblauen ein. Nur drei Minuten später versetzte Mladen Kristajic mit dem Siegtreffer den aufopferungsvoll kämpfenden Lauterern den K.o.

„Wir hatten in den ersten 30 Minuten sechs hochkarätige Chancen, da hätten wir in Führung gehen müssen und uns einiges ersparen können. Dafür hat meine Mannschaft heute ein anderes Gesicht gezeigt und sich regelrecht wieder ins Spiel hineingefressen“, lobte Schalkes Coach Ralf Rangnick den kampfstarken Auftritt seines Teams. Larsen habe einen „Traum-Eistand“ gehabt, meinte er: „Vor vier Wochen lag er noch auf dem OP-Tisch, heute trifft er nach nur vier Minuten - traumhaft.“ Dagegen war FCK-Trainer Michael Henke, der nach Jahren als Assistent von Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld seinen Einstand als Cheftrainer hatte, betrübt. „Wir sind nicht als Touristen hergekommen und hatten uns auch etwas ausgerechnet, aber nach dem Spielverlauf muss man enttäuscht sein. Es war eine verpasste Chance.“

Die Schalker hatten mit viel Schwung und Zug zum Tor begonnen. Was wohl auch daran lag, dass Rangnick sich für eine sehr offensive Aufstellung entschieden hatte. Er bot zwar erwartungsgemäß mit Kuranyi, Ernst und Baijramovic drei der vier hochkarätigen Neuzugänge auf und ließ lediglich den erst vor einigen Tagen zur Mannschaft gestoßenen Larsen auf der Bank. Doch eine Überraschung hatte der Coach der Königsblauen dann doch noch für die „Roten Teufel“ parat: Der neue Kapitän Ebbe Sand und nicht wie erwartet der Uruguayer Gustavo Varela übernahm die Lincoln-Rolle hinter den beiden Spitzen Kevin Kuranyi und Gerald Asamoah.

Und so hatten Kristajic, Asamoah und Kuranyi hatten bereits in den ersten zehn Minuten jeweils die Führung auf dem Fuß. Doch Zielwasser schienen sie alle nicht getrunken zu haben. Die Gastgeber ließen sich davon aber nicht entmutigen und suchten ihre Heil weiter in der Offensive. Doch von Minute zu Minute wurde die Partie für die ambitionierten Gastgeber mehr zu der von Rangnick bereits im Vorfeld erwarteten teuflisch schweren Angelegenheit. Denn die FCK-Abwehr hielt unterstützt von einem von Nationalspieler Marco Engelhardt organisierten dichten Mittelfeld dem Druck stand – und blieb bei Kontern stets gefährlich.

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