FCK gegen FCB
Abstiegs-Frust vs. Titel-Jubel

Die Bundesliga-Saison naht dem Ende. Am Samstag könnte es vor allem im Fritz-Walter-Stadion hoch hergehen. Abstiegs-Frust und Titel-Jubel liegen hier möglicherweise ganz nah beieinander, wenn der 1. FC Kaiserslautern auf den FC Bayern München trifft.

HB DÜSSELDORF. Der FC Bayern München will das historische Double aus 20. Meisterschaft und 13. Pokalsieg perfekt machen, der Drittletzte aus Kaiserslautern die Chance auf den Klassenverbleib wahren. Bayern- Manager Uli Hoeneß zweifelt nicht an einem vorzeitigen Happy End: „Wir haben fünf Punkte und neun Tore Vorsprung auf den HSV. Die Meisterschaft kann uns nicht mehr genommen werden.“

Gut möglich, dass bereits am Ende des zweitletzten Spieltages alle wichtigen Fragen geklärt sind. Unterliegt der Drittletzte aus der Pfalz den Bayern und gewinnt Wolfsburg in Stuttgart, müsste der FCK dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln in die Zweitklassigkeit folgen. Lautern-Coach Wolfgang Wolf glaubt jedoch, dass die Entscheidung über den dritten Absteiger erst beim Saison-Finale am 13. Mai im Duell seiner Mannschaft mit den Wolfsburgern fallen wird: „Es gibt ein Herzschmerzfinale und wir sind mittendrin“, sagte er.

Allerdings wollen sich die Bayern ihre gute Stimmung auf keinen Fall verderben lassen. Schließlich ist auch ohne die Meisterschale, die erst am letzten Spieltag in München übergeben werden soll, ein rauschendes Fest auf dem Rhein geplant. Auf Einladung des Hauptsponsors werden Spieler, Vorstand und Betreuer im Anschluss an die Partie nach Köln reisen und den Abend mit rund 400 Gästen auf einem Schiff verbringen. Das gute Omen: Im Vorjahr sicherte sich der FC Bayern am 31. Spieltag mit einem 4:0 in Kaiserslautern den Titel.

Inständig hoffen die Wolfsburger auf bayrische Schützenhilfe. „Die Mannschaft hat verinnerlicht, worum es geht. Wir haben die Kraft und die Möglichkeit, um diese Saison zu überstehen“, sagte VfL- Geschäftsführer Klaus Fuchs, dessen Club nur zwei Punkte vor Kaiserslautern auf Platz 15 rangiert. Gleichwohl geht nach der 0:3- Heimniederlage am vergangenen Spieltag gegen Mainz die Angst vor einem finalen Nervenkitzel um. Ein Sieg in Stuttgart soll helfen, sich diesen Showdown zu ersparen. Noch ist Angreifer Mike Hanke guter Dinge: „Wir gewinnen, Lautern verliert – dann sind wir durch.“

Auch Mainz 05 und Eintracht Frankfurt können sich ihrer Sache noch nicht sicher sein. Das 3:0 in Wolfsburg verschaffte dem Team von Trainer Jürgen Klopp immerhin etwas Luft im Abstiegskampf. Mit einem Heimsieg gegen Schalke könnten letzte Zweifel ausgeräumt werden. Die um einen Punkt bessere Eintracht wäre praktisch schon mit einem Remis in Dortmund gerettet. Coach Friedhelm Funkel stellt dem BVB reichlich Gegenwehr in Aussicht: „Wir haben zwar die beste Ausgangsposition aller Konkurrenten, sind aber trotzdem noch hellwach.“

Darüber hinaus gilt die Aufmerksamkeit dem Fernduell zwischen Hamburg und Bremen um die direkte Champions-League-Qualifikation. Bei vier Punkten Vorsprung wäre dem HSV mit einem Sieg in Berlin der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Patzt das Team von Trainer Thomas Doll, will Werder die Gunst der Stunde nutzen und mit Blick auf das letzte Saisonspiel in Hamburg die Minimalchance wahren. Manager Klaus Allofs hat die Hoffnungen noch nicht aufgegeben: „Ein richtiges Endspiel wäre toll. Doch dafür müssen wir erst einmal gegen Köln gewinnen. Da darf keiner verrückt spielen.“

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