Fernsehgeldverteilung in der Bundesliga Vier Säulen für ein Halleluja

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Die alte Verteilung wollte niemand mehr
So viel Geld fließt in Bundesliga-Klubs
Platz 18: FC Ingolstadt
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Die Fußball-Bundesliga ist für ihren Ruf als Boom-Branche bekannt. Mehr als Milliarden Euro haben die 18 Vereine 2015/16 durch Spielbetrieb, TV, Uefa, Transfers und Ausrüster eingenommen. Obendrauf kommen noch die Einnahmen durch Fanartikel, das Merchandising, das in diesen Zahlen nicht enthalten ist. Die Rangliste basiert auf Schätzungen der Internetseite www.fussball-Geld de

Auf den letzten Platz im Ranking landet der FC Ingolstadt: Der Verein nahm schätzungsweise 34,4 Millionen Euro ein. Sportlich landeten die Ingolstädter auf den elften Platz.

Quelle: Fussball-Geld.de

Platz 17: SV Darmstadt 98
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Der Umsatz stützt sich auf die Einnahmen durch durch folgende Geschäftsfelder: Spielbetrieb Bundesliga, TV-Gelder national, TV-Gelder international, DFB-Pokal, Champions- und Europa League, Transfers und Ausrüster- und Trikotsponsoring. Der SV Darmstadt hat demnach in der Saison 2015/16 35,4 Millionen Euro umgesetzt. In der Abschlusstabelle stehen sie etwas besser dar: Platz 14.

Platz 16: Hertha BSC
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Der Hertha BSC ist der Beweis dafür, dass ein Verein auch mit vergleichsweise wenig Geld Fußball spielen kann. Die Berliner belegten den siebten Platz in der Abschlusstabelle und machten 68 Millionen Euro Umsatz.

Platz 15: 1. FC Köln
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Mit Einnahmen von 72,6 Millionen Euro landet der 1. FC Köln auf Platz 15 des Geld-Rankings. Sportlich läuft es bei den Kölnern besser: Platz neun in der Abschlusstabelle.

Platz 14: Eintracht Frankfurt
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Die Frankfurter Eintracht blickt auf eine wirtschaftlich gute Saison zurück: Mit 79,4 Millionen Euro Umsatz belegt der Verein Rang 14. Sportlich lief es dafür nicht so gut: die Frankfurter rutschten auf Platz 16 und mussten in die Relegation gegen Nürnberg, die sie erfolgreich bestritten.

Platz 13: Hamburger SV
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Rund zwei Millionen Euro mehr als die Frankfurter erwirtschaftete der Hamburger SV in der Saison 2015/16: 81,7 Millionen Euro. Dem Bundesliga-Dino gelang erst zwei Spieltage vor Schluss der Klassenerhalt. Am Ende sprang aber Platz zehn heraus. Dafür sieht es in dieser Spielzeit um so düsterer aus.

Platz 12: Hannover 96
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In der vergangenen Saison konnte Hannover 96 einen Umsatz in Höhe von 83,5 Millionen Euro verzeichnen. Der Absteiger darf sich für Zweitligaverhältnisse einen Luxuskader leisten, um direkt aufzusteigen. Doch klar ist: In dieser Saison werden die Einnahmen deutlich sinken.

Mit der alten Verteilung war im Vorfeld der Neuregelung jedoch niemand mehr zufrieden gewesen. Branchenführer Bayern München drohte zeitweilig sogar mit dem Ende der Zentralvermarktung und forderte noch mehr Geld für die großen Vereine. „Wir führen jede Diskussion über Solidarität mit, solange sie nicht unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährdet“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor einem Jahr.

Die Vereine der 2. Bundesliga wiederum fürchteten im Vorfeld, dass die Diskrepanz zwischen Erster und Zweiter Liga noch wächst. Erst in der vergangenen Woche dementierte die DFL einen „Kicker“-Bericht, wonach das Unterhaus nicht mehr mit 20 Prozent, sondern anteilig weniger an den TV-Geldern beteiligt werden sollte.

Traditionsvereine wie Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln und Werder Bremen hatten in einem monatelangen Streit zuvor darauf bestanden, dass Faktoren wie ihre große Fan-Basis oder die nachweislich höheren Einschaltquoten bei ihren Spielen künftig im neuen Verteilerschlüssel berücksichtigt werden sollten.

Diese drei Clubs sowie der Hamburger SV, Hertha BSC und der mittlerweile abgestiegene VfB Stuttgart hatten sich im März zum sogenannten „Team Marktwert“ zusammengeschlossen, weil sie sich im Milliardengeschäft Bundesliga von gleich zwei Seiten abgehängt sehen: Von sportlich dominierenden Clubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund, die in der Champions League immer mehr Geld verdienen. Und von konzern- oder mäzen-geführten Vereinen wie RB Leipzig oder dem VfL Wolfsburg, die von Haus aus einen finanziellen Vorsprung haben.

„Schauen Sie sich die Zuschauerzahlen bei Sky an. Das Spiel Darmstadt gegen Leipzig haben sich 5000 Menschen angeschaut, Mainz gegen Ingolstadt 10.000. Wenn wir gegen Köln spielen, wollen das 800.000 oder mehr Leute sehen“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann der „Frankfurter Rundschau“. „Wenn also Pay-TV der große wirtschaftliche Treiber der Bundesliga ist, muss es am Ende bei den Vereinen einen stärkeren Rückfluss geben, die mit ihren Fanmassen das Pay-TV-System speisen und den Marktwert der Liga noch oben schrauben.“

  • dpa
  • sid
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1 Kommentar zu "Fernsehgeldverteilung in der Bundesliga: Vier Säulen für ein Halleluja"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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