Festnahmen nach Ausschreitungen in Dortmund
429 „Hools“ in der Zelle

Im Vorfeld des WM-Spiels Deutschland gegen Polen hatte es in der Dortmunder Innenstadt heftige Ausschreitungen zwischen Hooligans und der Polizei gegeben. Insgesamt wurden 429 gewaltbereite Personen festgenommen, die den Polizisten zum größten Teil sehr aggressiv entgegenstanden.

HB DORTMUND. Bei Ausschreitungen gegen die Polizei am Rande des WM-Spiels Deutschland gegen Polen sind in Dortmund insgesamt 429 Hooligans und Randalierer in Gewahrsam genommen worden. Das teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Mehrere Randalierer seien verletzt worden. Die ersten Ausschreitungen entwickelten sich, als die Polizei im Bereich des Alten Marktes eine Gruppierung von einschlägig registrierten 148 deutschen Hooligans mit einem starken Kräfteaufgebot einkesselte.

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Umstehende alkoholisierte deutsche Fans, die offensichtlich nicht mit den polizeilichen Maßnahmen einverstanden waren, griffen die Beamten laut Polizei massiv mit Steinwürfen, Leuchtraketen, Tischen und Stühlen an. Einen derart starken Solidarisierungseffekt habe es vorher noch nicht gegeben, berichtete die Polizei. Bei den Ausschreitungen seien einige Menschen verletzt worden, Polizeibeamte waren nicht darunter.

Fast gleichzeitig lieferten sich deutsche und polnische Fans in den Nebenstraßen um den Alten Markt Auseinandersetzungen. Die Polizei erklärte, diese konnten nur durch einen sofortigen Einsatz starker Polizeikräfte beendet werden. Diese wurden unterstützt von Beamten außerhalb Dortmunds, darunter auch Spezialeinsatzkräfte. Der schnelle Einsatz habe auch vereinzelte Versuche vereitelt, die Einfriedung des Public-Viewing-Standorts Friedensplatz niederzureißen. Auch dort sei den Polizisten eine hohe Aggressivität entgegengeschlagen.

Polizeipräsident Hans Schulz sagte am frühen Donnerstagmorgen auf einer Pressekonferenz: "Es war eine aufgeladene Situation in der Stadt, keine gute Stimmung in Dortmund." Am späten Mittwochabend habe sich die Lage entspannt. Insgesamt waren zum WM-Spiel rund 100.000 Fans in der Stadt. "Das waren Dimensionen, die alles sprengen, was wir bisher in Dortmund hatten", sagte der Polizeipräsident.

Die Polizei hob hervor, dass sich im Bereich des Public Viewing rund 16.000 deutsche und polnische Fußball-Fans im friedlichen Miteinander versammelt hatten. Die in der Gefangenensammelstelle, laut Polizei containerähnliche Räumlichkeiten, untergebrachten Randalierer wurden nach und nach wieder entlassen.

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