Feyenoord ringt mit 0:10
Ganz Holland lacht über die „Trottel in Gelb“

Größer als die Wut der Fans war nur noch ihre Traurigkeit. Am Morgen nach dem irrwitzigen 0:10 von Feyenoord Rotterdam gegen den PSV Eindhoven, den zweiten Erzrivalen neben Ajax Amsterdam, waren die Anhänger des niederländischen Fußball-Traditionsclubs noch immer fassungslos. Und die Medien überschütten die Profis des Klubs mit Häme.

HB ROTTERDAM. „Ich will es nicht glauben“, war am Montag in der Hafenmetropole oft zu hören. „Hier herrscht allgemeine Bestürzung“, sagte ein Rundfunkreporter. „Sonnenstrahlen haben Rotterdam geweckt, doch über Feyenoord hängen schwarze Wolken.“

„Einfältig, traurig und skandalös“ schrieb die niederländische Tageszeitung de Volkskrant. In ihren leuchtend gelben Auswärtstrikots hätten die zumeist recht jungen Feyenoorder „mitleiderregend“ gespielt, wie „Trottel in Gelb“. Und auch AD drückte sich am Tag nach der historischen Niederlage drastisch aus: „PSV schlachtet Feyenoord“. Zweistellig hatte der Club noch nie verloren. Und selbst das bislang als schlimmste Niederlage geführte Spiel vom 18. September 1983 war nicht so demütigend. Damals kassierte Feyenoord von Ajax acht Tore, schoss aber zur Ehrenrettung wenigstens zwei.

Ganz Holland lacht über Feyenoord, selbst Louis van Gaal machte das Debakel fassungslos. „Das ist schlecht für den holländischen Fußball, wenn einem so großen Team so etwas passiert“, sagte der Trainer des FC Bayern am Tag nach der schier unglaublichen 0:10-Pleite des 14-maligen niederländischen Meisters aus Rotterdam bei Spitzenreiter PSV Eindhoven.

Es gab reichlich Redebedarf im überfüllten Pressesaal des Stadions „De Kuip“, als der ehemalige niederländische Spitzenklub am Montag zu einer eilig einberufenen PK bat und die Verantwortlichen Stellung bezogen. „Was in Eindhoven passiert ist, darf und kann eigentlich nicht passieren“, sagte Sportdirektor Leo Beenhakker und nahm gleichzeitig Trainer Mario Been in Schutz: „Wir wechseln niemanden aus. Heute morgen haben wir alle bei einer gemütlichen Tasse Kaffee mit Mario Been zusammengesessen und ihm unser Vertrauen ausgesprochen.“

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