Fifa-Boss hält an WM fest
Blatters Versprechen an Katar

Joseph Blatter wehrt sich gegen Kritik an einer Fußball-WM in Katar. Der Boss des Weltverbandes bekräftigt, dass das Turnier im Wüstenstaat gespielt wird. Zuvor hatte es in dem Vergabe-Skandal neue Enthüllungen gegeben.
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ManilaFifa-Präsident Joseph Blatter hat die neuerliche Kritik an der Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar zurückgewiesen. „Alles, was da in aller Welt erzählt wird, stammt von wem? Von denen, die nicht wirklich dabei waren oder involviert sind, wenn im Fußball etwas passiert“, sagte der Weltverbandschef am Sonntagabend bei den Feiern zum 60. Gründungstag des Asiatischen Fußballverbands in Manila. Der Schweizer bekräftigte erneut: „Die Weltmeisterschaft 2022 wird in Katar gespielt.“

Nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts von Fifa-Ethikhüter Hans-Joachim Eckert zur Vergabe der WM-Turniere 2018 nach Russland und 2022 an Katar war die Kritik am Weltverband neu entflammt. Im Raum stehen weiter schwere Korruptionsvorwürfe und der Verdacht unlauterer Machenschaften im Zuge des Vergabeverfahrens.

Zuletzt hatte die „Sunday Times“ erneut pikante Details über angebliche Bestechung und brisante Hinterzimmer-Deals veröffentlicht, ohne jedoch konkrete Beweise zu nennen. Nach dem Bericht der englischen Zeitung soll der englische Verband FA externe Spezialisten angeworben haben, um Mitbewerber auszuspionieren. So habe man „Hintergrundinformationen zum Fortschritt des Bewerbungsprozesses in verschiedenen Ländern sammeln“ wollen, gab der Verband zu. England hatte sich um die WM 2018 beworben.

Zudem listet das Blatt zahlreiche Bestechungsversuche durch Russland und Katar auf. So sollen nicht nur Millionen geflossen sein. Auch politisch sei Druck auf das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa ausgeübt worden. Angeblich wurde Michel Platini aus Russland ein Gemälde von Pablo Picasso geschenkt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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